Die Hanseaten unterlagen im Halbfinale des Radyospor-Cups dem türkischen Erstligisten Bursaspor und müssen sich nun mit dem Spiel um Platz drei zufrieden geben.

Sercan Yildirim (85.) erwischte beim die leicht feldüberlegenen Bremer in einer Partie mit wenigen Höhepunkten kurz vor Schluss eiskalt und erzielte das Tor des Tages.

Nur bis zum 16er gefährlich

Werders Cheftrainer Thomas Schaaf schickte seine Elf im bewährten Rauten-System ins Rennen, dennoch dauerte es bis zur 8. Minute, ehe sich die Grün-Weißen akklimatisiert hatten und sich die erste Chance des Spiels erarbeiten konnten: Nach einer Kopfballablage von Hugo Almeida zog Markus Rosenberg aus 18 Metern ab, doch der Ball segelte in den türkischen Abendhimmel.

Auf der Gegenseite sorgte Fabricio Ramos Melo für ein erstes Ausrufezeichen der Türken. Gut für Werder, dass dessen Schuss aus spitzem Winkel nur im Außennetz zappelte(10.). In der Folgezeit stand Bremen defensiv sehr sicher, für Bursaspor war kaum ein Durchkommen, aber auch die Offensivbemühungen der Werderaner endeten zumeist an der Strafraumgrenze. Peter Niemeyer (20. rechts am Tor vorbei) versuchte sich zwar aus der zweiten Reihe, doch so richtig zwingend waren die Angriffe beider Teams zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Almeida scheitert knapp

Bis zur Halbzeitunterbrechung sollte das auch beinahe so bleiben. Die Partie plätscherte ohne erwähnenswerte Höhepunkte vor sich hin, bevor Tim Wiese dann doch sehenswert gegen Ysrael Yanez Zuniga parieren musste (44. Schuss aus fünf Metern nach einer Hereingabe von rechts).

Im direkten Gegenzug kombinierte sich auch Werder munter nach vorne. Die Kugel landete schließlich bei Hugo Almeida, der das Tor per Flachschuss nur um Zentimeter verpasste. Keine Treffer in den ersten 45 Minuten, die Mannschaften gingen mit dem Stand von 0:0-Unentschieden in die Pause.

Bitteres Ende

Werder agierte nach dem Seitenwechsel druckvoller und attackierte den Gegner frühzeitig, doch die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte Bursaspor: Eine Flanke von der linken Seite segelte gefährlich in den Bremer Fünfmeterraum, wo Melo die Kugel denkbar knapp verpasste (54.). Nur drei Minuten später fasste sich Jurica Vranjes ein Herz und zog aus 22 Metern einfach mal ab. Bursaspors Schlussmann Dimitar Ivankov musste sich ganz lang machen, um den Ball an den linken Pfosten zu lenken.

Die erhoffte Initialzündung war Vranjes" Schuss aber nicht. Das Spiel wollte einfach nicht so recht heiß laufen. Werder-Coach Schaaf brachte mit Timo Perthel, Mark Heider und dem Neuzugang Jose-Alex Ikeng frische Kräfte, doch auch sie vermochten der Partie nicht den nötigen Schub zu verleihen. Lediglich ein scharf getretener Freistoß von Naldo aus 20 Metern sorgte noch einmal für Gefahr (82.).

Werder tat zu wenig

Das torlose Remis entsprach dem Spielverlauf, für Werder sollte es aber noch schlimmer kommen. Nach einer flachen Hereingabe von rechts tauchte Yildirim ungestört vor dem Kasten der Bremer auf und konnte das Leder mühelos im Tor unterbringen – 1:0 für Bursaspor (85.).

Von diesem Schock konnte sich die Schaaf-Elf bis zum Schlusspfiff nicht mehr erholen. Bursaspor gewann unterm Strich glücklich mit 1:0, auch wenn sich Werder den Vorwurf gefallen lassen muss, zu wenig in die Angriffsbemühungen investiert zu haben.