Nach einem Fehler von Keeper Jaroslav Drobny und einem Eigentor von Nemanja Pejcinovic muss Hertha BSC Berlin um die Qualifikation für Europa League bangen: Das Team von Trainer Lucien Favre unterlag beim zehnmaligen dänischen Meister Bröndby IF nach den beiden Missgeschicken 1:2 (0:0) und steht damit im Rückspiel vor einer schweren, aber lösbaren Aufgabe.

Berlins bulgarischer Joker Valeri Domovchiyski (53.) hatte die Bröndby-Führung durch Mikkel Bischoff (52.) zunächst noch postwendend ausgeglichen. Doch dann sorgte Pejcinovic mit einem Kopfball-Eigentor für die bittere Niederlage.

Hertha mit drei Stürmern

Hertha-Trainer Lucien Favre hatte die 700 mitgereisten Anhänger zunächst überrascht: Der Schweizer Coach ließ sein Team erstmals in dieser Spielzeit das offensivere 4-3-3-System spielen. Neben Neuzugang Artur Wichniarek agierten Patrick Ebert und Raffael im Angriff. Wichniarek wurde allerdings bereits nach 31 Minuten durch Joker Domovchiyski ersetzt.

Die Berliner kamen trotz der drei Stürmer in der ersten Halbzeit nur zu wenigen Offensiv-Aktionen. Die beste Chance im ersten Abschnitt hatte Cicero, doch Gäste-Keeper Stephan Andersen parierte den 18-Meter-Schuss glänzend (28.).

Madsen vergibt "Hunderprozentige"

Dagegen legte Bröndby vor heimischer Kulisse lange Zeit einen wahren Sturmlauf hin, scheiterte aber immer wieder an der schwachen Chancenauswertung. So verpasste der frühere Kölner und Bochumer Bundesligaprofi Peter Madsen völlig freistehend aus fünf Metern die frühe Führung für die Gastgeber (12.). Sieben Minuten später prüfte Morten Rasmussen Hertha-Keeper Drobny mit einem Schuss aus gut 20 Metern.

In der 25. Minute sahen die Hertha-Fans den Ball bereits im eigenen Netz, als Cicero bei einem Abwehrversuch den Ball direkt auf den Fuß von Mikael Nilsson köpfte. Der Schwede setzte den Schuss aber knapp am linken Pfosten vorbei. Bröndbys Morten Rasmussen brachte vor dem Seitenwechsel noch das Kunststück fertig, den Ball aus zwei Metern Distanz am Hertha-Tor vorbeizuschieben (34. ).

Weiterhin stürmische Dänen,

Auch im zweiten Abschnitt setzte sich der Angriffswirbel der Dänen fort. Sieben Minuten nach der Pause wurden sie belohnt: Nach einem Freistoß von Thomas Rasmussen konnte Drobny den Ball nicht festhalten, Bischoff war im Nachsetzen erfolgreich.

Doch nicht einmal 90 Sekunden später glich Domovchiyski aus: Nach einer Flanke von Patrick Ebert von der rechten Seite köpfte der Bulgare aus kurzer Distanz freistehend ein. Pejcinovic unterlief schließlich das unglückliche 1:2.