Eine Lebensversicherung ist eine Versicherung, die das biometrische Risiko (meist Todesfall oder Langlebigkeit) der versicherten Person wirtschaftlich absichert.

Der Wikipedia-Eintrag ist eindeutig, doch was hat das mit Milivoje Novakovic zu tun? Eine Menge!

Novakovic ist die Lebensversicherung des 1. FC Köln. Wenn ein Spiel auf der Kippe steht, das Risiko der Niederlage wächst, sichert er den 1. FC Köln mit seinen Toren ab. So wie in der laufenden Saison.

Starke Werte

Sein Arbeitszeugnis ist beeindruckend: Der Stürmer erzielte die Hälfte der Tore seines Teams (12 von 24) - nach Bielefelds Artur Wichniarek ist dies der höchste Anteil in der Bundesliga. In seinen 20 Bundesliga-Spielen, alle von Anfang an, schoss er 55 Mal aufs Tor, alle 150 Minuten netzt er durchschnittlich ein.

Doch nicht nur Tore stehen auf dem Programm, Novakovic, oft die einzige Spitze im Kölner Spiel, beteiligt sich rege am Spiel seiner Mannschaft: Für einen Stürmer brachte er gute 76 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler, bestritt 195 Zweikämpfe und legte zu 23 Torschüssen auf. Starke Werte! Doch was macht den Kölner Star noch aus? bundesliga.de hat Wissenswertes gesammelt.

Hans-Peter Latour

Hanspeter Latour ist bei vielen Fans des 1. FC Köln nicht so beliebt. Schließlich stieg der FC in der zehnmonatigen Ägide des Trainers zwischen Januar und November 2006 aus der Bundesliga ab und verpatzte anschließend den Auftakt in der 2. Bundesliga. Doch einzig dem Schweizer ist es zu verdanken, dass Kölns Toptorjäger Milivoje Novakovic überhaupt in der Domstadt anheuerte. Im August 2006 verpflichtete Latour den 1,92 Meter großen Slowenen.

Stark im Ausland

In Deutschland war Milivoje Novakovic ein unbeschriebenes Blatt. Im Ausland sorgte er allerdings durchaus schon für Furore. Mit 21 Jahren wagte Novakovic den Weg ins Ausland, wechselte nach Österreich, schaffte vor allem in Mattersburg und Linz den Durchbruch. In der Saison 2005/06 trumpfte Novakovic beim bulgarischen Club Liteks Lovech auf. Damals war Latour noch Trainer in Zürich und wurde in einem UEFA-Pokal-Spiel mit den Bulgaren auf Novakovic aufmerksam.

Spitznamen

Es war kein leichter Anfang in Köln für Milivoje Novakovic: Der Slowene wäre beinahe auch schon wieder weg gewesen, aber inzwischen läuft es nach Maß und Novakovic ist der Liebling der FC-Fans. Für sie ist er "Novagol", Trainer Christoph Daum nennt ihn gerne "Nova", die Boulevardpresse titelt nicht selten "Super-Nova", aber in seiner slowenischen Heimat ist Novakovic einfach nur der "Mischo". So nennen ihn auch seine Eltern und seine Kollegen in der Nationalmannschaft.

Eigenes Fanlied

Lukas Podolski ist im Sommer wieder zurück beim 1. FC Köln Die Fans werden sich wieder einiges einfallen lassen für "Prinz Poldi". Aber ihre Liebe zu Novakovic wird sicher nicht darunter leiden. Zumal Novakovic zu den wenigen Bundesliga-Profis gehört, die ein eigenes Fanlied haben: "Er macht sie alle rein, für unseren Verein. Nova-Gol alé, alé, alé, alé", hallt es immer wieder im RheinEnergieStadion.

Sportliche Familie

Novakovic kommt aus einer sportlichen Familie. Die Eltern sind zwar keine professionellen Sportler, haben bei der Karriereplanung ihrer Kinder aber eine sehr wichtige Rolle gespielt. Nicht nur Novakovic wurde Bundesliga-Profi und slowenischer Nationalspieler, auch dessen Schwester Slavica wurde Profi-Sportlerin. Sie verdiente ihr Geld mit Handball. Nur eine schwerwiegende Schulterverletzung verhinderte den Sprung in die Nationalmannschaft Sloweniens.

Anka und Mitar

Die größten Fans von Milivoje Novakovic sind sicherlich seine Eltern, die ihm zuhause vor dem Fernseher die Daumen drücken. Wobei Mutter Anka nicht immer hinsehen kann: "Ich weine, wenn mein Junge gefoult wird", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Wenn ihr Liebster mal zu Besuch ist, gibt's die Leibspeise von Novakovic: Putenschnitzel mit Pommes. Und Vater Mitar, früher selbst Hobbykicker in Slowenien, hat ein großes Bilder- und Pressearchiv seines Sohnes gesammelt - seit der Jugendzeit!

TV-Star

Schießen, Abschirmen, in den Zweikampf gehen - Novakovic hat einige Talente, die ihn so besonders machen beim 1. FC Köln. Anscheinend ist er aber auch für die Filmindustrie keine schlechte Wahl! Laut "Express" hatte Novakovic ein Angebot als Gast-Schauspieler. Er sollte bei "Verbotene Liebe" einen russischen Millionär spielen. Die Sprecherin der Sendung, Ulrike Schlie, sagte damals: "Er könnte auch einfach sich selbst spielen. Was ihm eher zusagt." Das Ende der Geschichte ist noch offen...