München - Ein Zaubertor und ein Elfmeter von Weltfußballer Lionel Messi haben dem FC Barcelona den Weg ins Viertelfinale der Champions League geebnet. Der argentinische Superstar setzte beim hochverdienten 3:1 (1:0) im Achtelfinal-Rückspiel über den FC Arsenal die Glanzpunkte in einer phasenweise hektischen Begegnung.

Die Londoner, bei denen Robin van Persie die Gelb-Rote Karte sah (56.), hatten das Hinspiel mit 2:1 gewonnen, der Traum von der Revanche für das Viertelfinal-Aus gegen Barca in der vergangenen Saison erfüllten sich jedoch nicht, da Messi (45.+3 und 71. /Foulelfmeter) sowie Weltmeister Xavi (69.) für die Katalanen trafen.

Neben dem spanischen Meister zog der ukrainische Titelträger Schachtjor Donezk mit einem 3:0 (1:0) über den AS Rom als zweite Mannschaft in die Runde der letzten Acht (5./6. und 12. /13 April) ein.

Gefühlvoll zur Führung

In Barcelona dominierten nur die Gastgeber, benötigen allerdings etwa eine halbe Stunde für die erste Torchance durch Pedro. Arsenal fand in der Offensive in den ersten 45 Minuten nicht statt. Auf der anderen Seite sorgte Messi mit seinen Dribblings und als ständige Anspielstation für Unruhe. Glück hatte der 13-malige englische Meister, als Abou Diaby den 23-Jährigen im Strafraum foulte, die Pfeife des Schweizer Schiedsrichters Massimo Busacca jedoch stumm blieb.

Es lief vor 95.486 Zuschauer im Nou Camp nach schon die dritte Minute der Nachspielzeit, als Andres Iniesta ausgerechnet nach einem Fehlpass des früheren Barca-Junioren Cesc Fabregas mit einem präzisen Pass die Abseitsfalle der "Gunners" aushebelte, Messi den Ball anschließend gefühlvoll über Torhüter Manuel Almunia lupfte und ohne Probleme vollendete. Almunia war bereits in der 19. Minute für den verletzten Wojciech Szczesny eingewechselt worden, der sich bei einem Freistoß von Dani Alves am Finger verletzt hatte.

Wütende Angriff nach dem Ausgleich

Arsenal fand keine Mittel gegen die Spielkunst der Gäste, die ihren Gegner zeitweise vorführten. Auch in der zweiten Halbzeit war zunächst kein Aufbäumen der Londoner erkennbar. Wie aus heiterem Himmel fiel der Ausgleich, als Sergio Busquets nach einem Eckball ins eigene Tor köpfte (53.). Es folgten wütende Angriffe der Katalanen und tubulente Szenen im Strafraum der Engländer, aus deren Reihen die zudem den niederländischen Nationalspieler van Persie vorzeitig zum Duschen musste, nachdem er trotz eines Pfiffs weitergespielt hatte.

Nicht minder sehenswert als der erste Treffer war das Tor des herausragenden Xavi zum 2:0, der Almunia aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Der Spanier hatte auch zwei Minuten später beim Foulelfmeter gegen Messi, der seinen achten Treffer im laufenden Wettbewerb markierte und damit wieder die Führung in der Torjägerliste vor Bayern-Stürmer Mario Gomez (7) übernahm, das Nachsehen. Laurent Koscienly hatte Pedro im Strafraum gefoult.

Donezk mit zwei Siegen weiter

In Donezk sorgte Tomas Hübschman (18.) schon frühzeitig für die Vorentscheidung zugunsten der Ukrainer, die schon in Rom 3:2 gewonnen hatten. Glück hatte Schachtjor, als Marco Borriello (28.) mit einem Foulelfmeter an Torhüter Andrej Pjatowan scheiterte.

Willian (58.) traf schließlich zum 2:0 und brachte die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße, zumal Roms Philippe Mexes schon in der 41. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Eduardo (87.).