Werder-Verteidiger Per Mertesacker musste nach rund einer Stunde das Dienstagstraining vorzeitig abbrechen. Der Nationalspieler prallte ausgerechnet an seinem 25. Ehrentag mit einem Mitspieler zusammen und zog sich einen Cut an der rechten Augenbraue zu, der im Klinikum Bremen Mitte genäht werden musste.

"Ich denke, dass wird ihn nicht so sehr behindern, dass er am Mittwoch nicht trainieren kann", gab Cheftrainer Thomas Schaaf am Dienstagabend Entwarnung.

"Boro" wartet auf die genaue Diagnose

Teamkollege Tim Borowski konnte wegen Rückenbeschwerden gar nicht erst bei der Übungseinheit mitmachen. "Ich hatte schon nach dem Spiel gegen Mainz Probleme, und auch nach dem Training gestern Schmerzen", sagte "Boro". Ob der Mittelfeldspieler für das Europa-League-Spiel gegen Athletic Bilbao am Donnerstag, 01.10.2009, 19 Uhr, wieder zur Verfügung steht, ist noch offen. "Das kann ich jetzt noch nicht abschätzen, ich muss noch auf die Diagnose warten", so "Boro" am Dienstag.

Ähnlich unsicher ist auch der Einsatz von Sebastian Boenisch, der am Dienstag ebenfalls passen musste, nachdem er am Tag zuvor einen Schlag gegen den Oberschenkel abbekommen hatte. "Es ist dick geworden, wir müssen sehen, wie es am Donnerstag aussieht und uns gedulden", erklärte Cheftrainer Thomas Schaaf. Im Gegensatz zu seinem Linksverteidiger konnte der Werder-Coach jedoch wieder mit seiner Stammkraft auf der rechten Defensivseite arbeiten, Clemens Fritz kehrte nach überstandenen Rückenproblemen ins Team-Training zurück.

Almeida auf dem Rad, Prödl wieder in Bremen

Bessere Nachrichten gibt es auch von den seit über einem Monat verletzten Werderanern Hugo Almeida und Sebastian Prödl. Der portugiesische Angreifer absolvierte am Dienstag eine individuelle Einheit auf dem Rad. "Ich fühle mich gut, habe keine Schmerzen mehr. Ich hoffe natürlich, dass ich so schnell wie möglich wieder mit dem Team trainieren kann, vielleicht ist es schon in der nächsten Woche so weit. Aber wir müssen abwarten, was der Doc sagt", sagte Almeida.

Nach seiner Knie-OP kehrte Sebastian Prödl am vergangenen Freitag aus Donaustauf zurück nach Bremen, wo er sein Aufbautraining fortsetzen wird. "Es ist besser geworden, aber natürlich noch nicht gut. Ich mache fleißig Therapie, damit das Knie bald so belastbar ist, dass ich wieder einsatzfähig bin. Ich habe keine Schmerzen mehr, aber noch Probleme mit dem runden Ablauf", so der österreichische Nationalspieler.

Im Europa-League-Spiel bei seinen Landsleuten und Nationalmannschaftskollegen von Austria Wien am Donnerstag, 22.10.2009, wäre Prödl gerne schon wieder mit von der Partie: "Klar denke ich an dieses Spiel, es wäre schön, dabei zu sein, weil beim Gegner einige Freunde von mir spielen. Aber viel wichtiger ist, dass ich erstmal 100-prozentig fit werde und verletzungsfrei bleibe. Dann werde ich mir den Sieg eben von der Tribüne ansehen", sagte der Bremer mit einem Schmunzeln.