Bremen - Die Enttäuschung über die eigene Leistung war auch am Tag nach der 0:2-Heimniederlage Werder Bremens gegen Mainz noch spürbar. Beim Training der Werder-Profis gab es am Sonntag aber dann zumindest aus personeller Sicht Gutes zu berichten.

Per Mertesacker und Claudio Pizarro trainierten zwar noch nicht mit der Mannschaft, beide standen am Sonntag aber erstmals wieder auf dem Platz und trainierten gemeinsam mit Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel parallel zu den Teamkollegen. Ein Einsatz im Spiel gegen Hannover am Dienstag (21. September 2010) kommt für beide allerdings wohl noch zu früh.

"Ich war zehn Tage raus aus dem Training, das spürt man. Jetzt muss ich abwarten ob es Reaktionen auf die Belastung gibt und strikt das befolgen, was die Ärzte sagen", sagt Mertesacker, der erstmals mit der speziell angefertigten Gesichtsmaske trainiert hat. "Klar stört sie, sonst würde ja jeder mit Maske spielen", scherzte der Nationalspieler. "Aber ich kann ohne Probleme bei den Grün-Weißen trainieren und wir werden jetzt noch einiges anpassen und dann weiter gut im läuferischen Bereich arbeiten. Ein Einsatz am Dienstag kommt aber eher noch nicht in Frage", erklärte Mertesacker, der im Spiel der Nationalmannschaft gegen Aserbaidschan einen Bruch des Orbitabodens und der Kieferhöhle erlitten hatte.

Dass es noch nicht für einen Einsatz bei den Niedersachsen reicht, davon geht auch Claudio Pizarro aus. Nach seinem Muskelfaserriss ist der Peruaner "erst drei Tage im Training, das ist noch zu früh." Nach der Einheit auf dem Platz, bei dem erstmals auch wieder gegen den Ball getreten wurde, geht Pizarro von einem Comeback im Nordderby gegen HSV am Samstag (25. September 2010) aus.