Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge bunte Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++ Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montagnachmittag ihren für den Abend geplanten Besuch im WM-Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Südtirol aufgrund des Rücktritts von Bundespräsident Horst Köhler abgesagt. Geplant ist nach Auskunft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ein Telefongespräch von Merkel mit Bundestrainer Joachim Löw und Kapitän Philipp Lahm. ++++

++++ Gute Nachricht für die Fußball-Fans in Deutschland, die nun lautstark bis in die Nachtstunden bei Public-Viewing-Veranstaltungen feiern und die WM-Spiele im Freien sehen können. Die Bundesregierung hat die Lärmschutzbestimmungen wie schon zur WM 2006 und zur EURO 2008 gelockert.

Aufgrund der Ausnahmeregelung können die Fußball-Anhänger auch in den Abendstunden die WM-Spiele auf Großleinwänden in Biergärten, Kneipen oder auf öffentlichen Plätzen verfolgen. Die Regelung tritt am Dienstag (1. Juni) in Kraft und gilt bis zum 31. Juli. Nach 22 Uhr gelten normalerweise strikte Lärmschutzbestimmungen. ++++

++++ Die Nationalmannschaft der USA ist als fünfter WM-Teilnehmer in Südafrika eingetroffen. Das Team von Trainer Bob Bradley landete am Montagnachmittag in Johannesburg. "Für uns ist es anders als für die meisten anderen Mannschaften. Wir waren schon hier und haben unter diesen Bedingungen schon gespielt", sagte Bradley mit Blick auf den Confed-Cup im vergangenen Jahr, als die Amerikaner bis ins Finale vorstießen.

"Diese WM findet im Winter statt, das heißt, es wird kalt sein", sagte Bradley weiter: "Aber das ist gut für den Fußball, denn die Teams werden mit hohem Tempo und viel Temperament spielen." Die US-Boys werden in Südafrika von zahlreichen Fans begleitet: Über 136.000 Tickets wurden in die USA verkauft. Das Bradley-Team trifft in der WM-Vorrunde auf England, Slowenien und Algerien. Vor den USA waren bereits Australien, Rekordweltmeister Brasilien, Argentinien und Dänemark in der Kaprepublik eingetroffen. ++++

++++ Keine zwei Wochen vor Beginn der WM in Südafrika droht in Johannesburg ein Verkehrschaos. Am Montag traten die Fahrer der Busgesellschaft BRT, die während des Turniers für den Transport zwischen dem Township Soweto und der Innenstadt zuständig ist, in den Streik. BRT kündigte rechtliche Schritte an.

"Die Fahrer fordern Vollzeitstellen ab dem 1. Juni", sagte Geschäftsführer Jackie Hunter, der den Streik als "illegal" bezeichnete: "Wir bieten eine permanente Beschäftigung erst zum 1. Juli, da wir noch Zeit für die Ausarbeitung der Verträge brauchen." Das Bus-System, das auch in anderen WM-Städten eingesetzt wird, war erst im August 2009 installiert worden.

Johannesburg verfügt mit dem Soccer-City-Stadion nahe Soweto und dem Ellis Park im Zentrum als einzige Stadt über zwei WM-Arenen. In Soccer City findet am 11. Juni das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko statt. ++++

++++ Der Fußball-Weltverband FIFA wird bei der WM-Endrunde in Südafrika ein Tagegeld für jeden Spieler der 32 teilnehmenden Nationen von umgerechnet 1300 Euro (1600 US-Dollar) zahlen. Dies hatte das Exekutivkomitee der FIFA Anfang Dezember 2009 auf der Sitzung auf Robben Island beschlossen. Die Gelder werden bereits 14 Tage vor dem Eröffnungsspiel, also bereits seit vergangenem Freitag (28. Mai), gezahlt. Die Zahlung gilt bis zum Ausscheiden des jeweiligen Teams.

Die FIFA hat eine Gesamtsumme von 32,5 Millionen Euro (40 Millionen US-Dollar) für die Auszahlung der Tagegelder bereitgestellt. Die Auszahlung soll über die Mitgliedsverbände an die Clubs der jeweiligen Akteure erfolgen. ++++

++++ Rund 3200 bekannte englische Hooligans sind bis Dienstag aufgefordert, ihre Pässe bei der Polizei abzugeben, um an einer möglichen Einreise nach Südafrika zur WM gehindert zu werden. Das erklärte der südafrikanische Polizeiminister Nathi Mthethwa am Montag in Johannesburg.

Zudem berichtete der Politiker von einer gemeinsamen Polizeiaktion britischer und südafrikanischer Sicherheitsbehörden, bei der vor einem Monat ein Dutzend englischer Hooligans bei dem Versuch gestoppt wurden, über Dubai in das WM-Gastgeberland zu gelangen. Details zu dem Vorfall wollte Mthethwa nicht nennen. ++++

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Die WM-Splitter vom 30. Mai