Bayern München hat bei der Bundesliga-Ouvertüre gleich groß aufgespielt und mit Vizemeister Schalke 04 das Halbfinale im Premiere-Ligapokal erreicht.

Das runderneuerte Starensemble von Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld bot in Düsseldorf gegen Titelverteidiger Werder Bremen phasenweise Zauberfußball und siegte beim brisanten ersten Duell von Miroslav Klose mit dessen Ex-Club völlig verdient 4:1 (3:1).

Schalke hatte zuvor Aufsteiger Karlsruher SC, der als erster Zweitliga-Meister am Wettbewerb teilnehmen durfte, 1:0 (1:0) bezwungen.

Vorgeschmack auf das Potenziel

Damit müssen die "Königsblauen" im ersten Halbfinale am Dienstag beim DFB-Pokalsieger 1. FC Nürnberg antreten, die Bayern gastieren am Mittwochabend (beide 20.30 Uhr/live bei Premiere) beim Meister VfB Stuttgart.

"Unsere Mannschaft hat ein tolles Spiel gemacht. Man hat zwischen der 15. und 45. Minute gesehen, welches Potenzial unsere Spieler haben. Wir werden das Spiel aber nicht überbewerten", sagte Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Werder-Coach Thomas Schaaf war dagegen enttäuscht: "Wir waren zu passiv. Der Gegentreffer war ein Geschenk und hat unserem Spiel einen Knick gegeben. Die Spieler waren müde, kaputt und nicht spritzig. Ich hoffe, dass wir in der Liga ein anderes Spiel zeigen."

Borowski eröffnet Torreigen

Nach einem frühen Gegentor durch Tim Borowski (9.) trumpfte Rekordmeister Bayern auf und ließ den ersatzgeschwächten Bremern keine Chance.

Bastian Schweinsteiger (24.) und Hamit Altintop (27.) sorgten innerhalb von 180 Sekunden für die Wende, der überragende 25-Millionen-Einkauf Franck Ribery (35./54., Handelfmeter) steuerte die weiteren Treffer bei. Das erste Vorrundenspiel hatte Altintops Zwillingsbruder Halil für Schalke mit seinem Tor (35.) entschieden.

Flüssige Kombinationen

Vor 51.300 Zuschauern in der ausverkauften Arena gingen Werder und Bayern vier Wochen vor ihrem Bundesliga-Duell bissig und mit hohem Einsatz zur Sache. Vor dem 1:1 zwang Klose Werder-Schlussmann Tim Wiese per Kopfball zu einer missglückten Parade, Schweinsteiger nickte ein.

Beflügelt vom Ausgleich zauberte der FCB im Anschluss und zelebrierte flüssiges Kombinationsspiel. Sowohl das 2:1 als auch das 3:1 spielten die Bayern über viele Stationen glänzend heraus, Werder konnte phasenweise nur resigniert zuschauen.

Neuer pariert Elfmeter

Schalke konnte sich in der Anfangsphase eines ausgeglichenen Spiels bei Torhüter Manuel Neuer bedanken, der in der 6. Minute einen Foulelfmeter des Karlsruher Neuzugangs Tamas Hajnal parierte.

Nach einer Viertelstunde übernahm Schalke das Kommando, doch Marcelo Bordon (13.) und Mladen Krstajic (30.) scheiterten am KSC-Torhüter Markus Miller.

Kritik

Altintop profitierte beim Siegtor von der Geistesgegenwart von Peter Lövenkrands, der in eine viel zu kurze Rückgabe von Mario Eggimann spurtete. Den Abpraller nach einer Miller-Fußabwehr schob der Türke ins leere Tor.

Noch vor der Pause hatte dann der Zweitligameister zwei Riesenchancen zum Ausgleich, was Schalke-Trainer Mirko Slomka seiner Mannschaft übelnahm. "Wir hatten das Spiel zu häufig nicht selbst in der Hand. Mir haben das Tempo, die Spritzigkeit und die Leidenschaft gefehlt", meinte Slomka.

Alles zum Premiere-Ligapokal

bundesliga.de stellt die Teams der Vorrunde im Premiere-Ligapokal im Video-Stream vor:

FC Schalke 04:ISDN oder DSL

Karlsruher SC:ISDN oder DSL

Werder Bremen:ISDN oder DSL

FC Bayern München:ISDN oder DSL