Köln - Da ich den Aufstieg aus Liga 5 nur mit viel Mühe und im allerletzten Spiel unter Dach und Fach gebracht habe, gehe ich ohne große Ambitionen in die Saison in der 4. Liga. "Wir müssen von Spiel zu Spiel denken", erkläre ich meinen Spielern in der virtuellen Kabine. Eine Floskel, klar, aber ich möchte, dass alle sich auf das Wesentliche konzentrieren und mir ein erneuter Fehlstart erspart bleibt.

Direkt im ersten Spiel geht es gegen die Bayern. Den Ball sehe ich kaum, aber Anthony Ujah bestraft fahrlässige Münchner. Am Ende steht es 1:1. Im nächsten Spiel gegen den VfB Stuttgart bin ich am Drücker, aber das Ergebnis ist dasselbe. Nur der Torschütze ist diesmal ein anderer: Mein Toptorjäger Aron Johannsson trifft. Spiel 3 geht gegen den FC Schalke 04 mit 1:2 verloren. Der Treffer von Junuzovic reicht nicht. Quintessenz nach dem Start in die neue Saison: Ich kann mithalten, aber der Klassenerhalt wird ein hartes Stück Arbeit.

Gefühlter Sieg bringt die Wende

Gegen Dortmund mache ich anschließend eine ordentliche Partie, aber mehr als ein 2:2 springt nicht heraus. Dennoch: Diese Partie ist für mich ein Wendepunkt in der zweiten Saison im Dezember. Der Ball läuft besser und ich schaffe es deutlich häufiger, torgefährliche Situation herauszuspielen. Die Defensivleistung ist allerdings ausbaufähig. Schuld ist aber ganz klar meine PS 4, die mir bei einem Druck auf L1 immer den falschen Verteidiger zur Kontrolle überlässt. Das bringt meiner Hardware ein paar ernste Worte ein. So geht es natürlich nicht!

Und siehe da: Im nächsten Spiel bleibe ich ohne Gegentor. Erst zum dritten Mal in 14 Partien im Dezember. Johannsson trifft zum 1:0 und es gibt den ersten Dreier in Liga 4 zu feiern. Anschließend läuft es wie geschmiert. Einem 2:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen lasse ich ein 3:1 gegen den BVB folgen. Und das, obwohl ich nach einer übermotivierten Grätsche von Levin Öztunali mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spiele. Durch den Zwischensprint mit drei Siegen in Serie trennt mich tatsächlich nur noch ein einziger Zähler vom Aufstieg. Bei drei ausstehenden Partien sollte das doch klappen.

Lehrstunde in 30 Minuten

Den nötigen Punkt will ich gegen die Bayern klar machen. Mitte der zweiten Hälfte führe ich durch zwei Tore von Anthony Ujah mit 2:1. Beim Schlusspfiff steht es 2:6. Uuups, wie konnte das passieren? Bayern-Dusel war das jedenfalls nicht. Vielleicht war das ein Warnschuss zur rechten Zeit. Spiel 9 bringt dann die Erlösung: ein zittriges 1:1 reicht zum Aufstieg. Der Torschütze? Der Spieler mit der Nummer 9, Aron Johannssooooooon.

Dieses Remis bringt mich in die komfortable Situation, am letzten Spieltag mit einem Sieg sogar noch den Titel klar machen zu können. Der Gegner: Bayern München. Da hole ich doch schon einmal den Lederhosen-Auszieh-Automaten aus dem Schrank. Etwas eingestaubt, aber eigentlich sollte das Ding noch funktionieren. Und mein isländisch-amerikanischer Liebling macht sich auch direkt frisch ans Werk. 1:0 durch Johannsson. Zlatko Junuzovic erhöht noch vor der Pause auf 2:0. Lewandowski macht es noch einmal spannend, aber dann ist Schluss. Meister in Liga 4. "Nie mehr 4. Liga", gröle ich begeistert. Als ich meiner Frau aber ausgelassen eine Bierdusche verpassen möchte, ist die spontane Meisterfeier schnell beendet. Schade eigentlich. Aber vielleicht gibt es in der nächsten Spielzeit ja wieder etwas zu feiern.

User "swimmbutz"

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