München - Borussia Dortmund hat bislang eine Fabel-Hinrunde hingelegt, erst ein Spiel haben die Westfalen verloren - am 1. Spieltag gegen Bayer Leverkusen.

Und eben diese Mannschaft schickt sich an, der härteste Verfolger der Borussia zu werden, zumal es positive Nachrichten aus dem Bayer-Lazarett gibt.

Kießling und Ballack zurück im Training

Trainer Jupp Heynckes steht mit der "Werkself" derzeit auf dem 2. Tabellenplatz. Zwar haben die Leverkusener bereits elf Punkte Rückstand auf den BVB, aber seit sieben Spielen ist das Team ungeschlagen. Bayer hat in dieser Hinrunde bewiesen, dass sie eine sehr gute Mannschaft beisammen haben.

Und die dürfte in der Rückserie noch mehr an Qualität gewinnen. Denn mit Stefan Kießling und Michael Ballack stehen zwei weitere Top-Spieler vor ihrer Rückkehr ins Team.

Rückkehr schon vor der Winterpause?

Kießling trainiert bereits seit der vergangenen Woche wieder mit der Mannschaft. Der Nationalstürmer ist vielleicht sogar eine Alternative für das Europa-League-Spiel gegen Atletico Madrid am Donnerstag (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker) und das letzte Bundesligaspiel in diesem Jahr gegen den SC Freiburg.

"Es ist ganz ungewohnt, wieder mit einem Gegenspieler zu trainieren", scherzte Kießling nach seiner ersten Trainingseinheit: "Ich bin aber wieder früher fit als gedacht."

Ballack stieg am vergangenen Sonntag ins Mannschaftstraining ein, absolvierte Passübungen und nahm am Trainingsspiel teil. Sein Comeback wird allerdings erst in der Rückrunde erwartet. "Ich sehe Michael Ballack jeden Tag bei der Reha und habe mich sogar in der Folterkammer von seinen Fortschritten überzeugt, wo er gemeinsam mit Stefan Kießling gearbeitet hat", erklärte Heynckes im "Kölner Stadt-Anzeiger": "Aber er hat viel länger ausgesetzt als Kießling, deshalb ist die Phase der vollständigen Wiedereingliederung in den Trainingsprozess nicht absehbar."

Adler pausiert freiwillig

Die positive Nachricht von Kießlings und Ballacks Rückkehr wird auch die von der vorzeitigen Winterpause für Torwart Rene Adler nicht allzu sehr trüben. In Absprache mit den Ärzten und Heynckes setzt der Keeper in den letzten beiden Partien aus, um seine Probleme mit den Patellasehnen endgültig abzustellen.

"Aus medizinischer Sicht ist es an der Zeit, einen etwas längeren Cut zu machen, als ihn die Winterpause gewährleisten würde. Damit stellen wir sicher, dass ich topfit in die Bundesliga-Rückrunde starten kann", erklärte Adler, der wie schon in Trondheim von Fabian Giefer ersetzt werden wird.

Zur Rückrunde voll angreifen

Sollte es bei der kurzen Pause für Adler bleiben, könnte Heynckes demnach mit einem gut gefüllten und mit vielen Nationalspielern gespickten Kader in die Rückrunde gehen.

Der Coach hätte wieder mehr Optionen, und Bayer könnte gleich zum Rückrundenstart im Heimspiel gegen den BVB beweisen, dass die "Werkself" der zähste Verfolger der Dortmunder ist und sich nicht allzu leicht abschütteln lässt.

Jessica Pulter