Stuttgart - Leicht und locker in Stuttgart gewonnen, Borussia Dortmund ist endgültig wieder in der Erfolgsspur. Nach dem Spiel beim VfB Stuttgart unterhielt sich bundesliga.de mit Matthias Ginter.

Der Abwehrmann spricht über die Gründe für den Erfolg, über das Mittel "Rotation" und die Lehren aus dem bitteren Liverpool-Spiel.

bundesliga.de: Ungefährdet mit 3:0 in Stuttgart gewonnen, Sie selbst haben eine gewohnt starke Leistung gezeigt. Da herrscht Zufriedenheit pur, oder?

Matthias Ginter: Ja natürlich. Wir sind glücklich, dass wir den VfB Stuttgart so souverän bezwingen konnten. Ich denke, auch in der Höhe geht der Sieg absolut in Ordnung.

"Haben einen sehr breiten und guten Kader"

bundesliga.de: Ihr Trainer Thomas Tuchel hat im Vergleich zum Pokalspiel wieder auf eine veränderte Mannschaft gesetzt. Ist das mittlerweile für Sie ganz normal?

Ginter: Letzten Endes haben wir heute nur drei oder vier Mal gewechselt, es war also keine komplette Rotation wie zuletzt. Aber wir geben alle im Training Vollgas und der Trainer weiß, dass wir einen sehr breiten und guten Kader haben. Es ist derzeit nicht so wichtig, wer spielt, sondern wie wir spielen. Wir sind einfach froh, auch in einer veränderten Aufstellung gewonnen zu haben.

bundesliga.de: Sie hatten zuletzt drei Spiele in sechs Tagen, von Substanzverlust ist dennoch nichts zu merken …

Ginter: Es geht nicht anders, als dass wir unsere Kräfte geschickt aufteilen. Wir können auch den einen oder anderen Spieler einmal schonen. Deshalb sind auch alle, die auf dem Platz stehen, zu einhundert Prozent frisch und fit. Es war wichtig, dass wir gegen eine gute Stuttgarter Offensive voll dagegen gehalten haben.

"Aus Liverpool-Spiel etwas Positives mitnehmen"

bundesliga.de: Überrascht, wie einfach es gegen eine Mannschaft war, die gegen den Abstieg kämpft?

Ginter: Ich habe den Abstiegskampf mit Freiburg selbst erlebt. Da klappen viele Dinge nicht so, wie sie normalerweise klappen. Vor Selbstvertrauen strotzen die Stuttgarter auch nicht, aber in der ersten Halbzeit mussten wir schon die eine oder andere brenzlige Situation überstehen. Da hat der VfB gut dagegen gehalten, das 2:0 fiel mit dem Halbzeitpfiff dann zur richtigen Zeit.

bundesliga.de: Das Aus in der Europa League in Liverpool war bitter. Hat die Mannschaft das schon weggesteckt?

Ginter: Das wäre übertrieben. Darüber wird man sicher noch in zehn Jahren reden. Aber wir versuchen natürlich, aus dem Liverpool-Spiel etwas Positives mitzunehmen. In Berlin im DFB-Pokal waren wir dann in einem ausverkauften Olympiastadion sehr souverän. Das war sicher ein weiterer Fortschritt.

Aus Stuttgart berichtet Jens Fischer