Köln - Borussia Dortmund hat eine bärenstarke Hinrunde gespielt und auf Platz 2 abgeschlossen. Die Mannschaft von Thomas Tuchel überwintert mit sechs Punkten Vorsprung auf den Dritten Hertha BSC. Auch für Matthias Ginter lief das Halbjahr blendend. Von Tuchel zum rechten Außenverteidiger umgeschult, sicherte sich der 21-Jährige einen Stammplatz. Mit zwei Toren und herausragenden sieben Torvorlagen bewies der Weltmeister ungeahnte Offensivqualitäten. Im Interview mit bundesliga.de zieht der Blondschopf ein Fazit.

bundesliga.de: Matthias Ginter, Borussia Dortmund hat im Jahr 2015 tollen Fußball gespielt und sich Platz 2 der Tabelle gesichert. Wie ärgerlich war die abschließende 1:2-Niederlage beim 1. FC Köln?

Matthias Ginter: Die Niederlage fühlt sich bitter an. Aber mit ein bisschen Abstand können wir auf eine sehr gute Hinrunde zurückblicken. Bis auf wenige Spiele haben wir sehr konstant gespielt und viele Siege aneinander reihen können. Das hat uns sehr gut getan.

"Es ist viel besser gelaufen"

bundesliga.de: Sie konnten auch persönlich Ihren Horizont erweitern und auf einer neuen Position als rechter Außenverteidiger Erfahrungen sammeln. Wie zufrieden Sie mit Ihrem eigenen Jahr?

Ginter: Ich kann mich nicht beschweren. Es ist zum Glück sehr viel besser gelaufen als in der letzten Saison. Für mich und die Mannschaft. Damals waren wir nach der Winterpause Vorletzter, jetzt sind wir Zweiter. Auch bei mir hat sich durch den neuen Trainer viel geändert. Wir sind alle froh, dass wir die Vorrunde so gemeistert haben und werden jetzt in der Winterpause Kraft tanken und in der Rückrunde weiter angreifen.

bundesliga.de: Was waren Ihre Highlights in den letzten Monaten?

Ginter: Es gab viele schöne Momente, nicht nur im letzten halben Jahr, sondern auch schon in der Rückrunde der vergangenen Saison, als wir schon wieder viel besser gespielt haben. An erster Stelle würde ich aber den 3:2-Sieg im Derby gegen Schalke 04 nennen, das ich erstmals hautnah auf dem Platz miterleben durfte. Aber auch jeder andere Sieg tut einem gut und ist wichtig für das Selbstvertrauen.

"Es tut gut, jetzt einmal abzuschalten"

bundesliga.de: Wie platt sind Sie nun nach den 30 Pflichtspielen mit dem BVB in der Hinrunde?

Ginter: Die Pause kommt jetzt genau richtig. Jetzt können wir uns ein bisschen ausruhen. Wir haben wahnsinnig viele Spiele absolviert. Aber dank der Rotation haben wir uns die Kräfte auch ganz gut eingeteilt. Sicher haben am Ende der Hinrunde ein paar Körner gefehlt. Aber bei der Niederlage in Köln stand jetzt kein Spieler auf dem Platz, der platt war. Trotzdem tut es gut, jetzt einmal abzuschalten, besonders auch für den Kopf.

bundesliga.de: Wie feiern Sie Weihnachten?

Ginter: Ich bin daheim bei der Familie in Freiburg.

Das Gespräch führte Tobias Gonscherowski