München - Der Frust saß tief bei Borussia Dortmunds Mats Hummels nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München. Der Nationalspieler, der trotz einiger Verletzungen eine bärenstarke Saison gespielt hatte, musste den Rückschlag nach dem Spiel erst einmal verdauen.

Doch den bundesliga.de-Usern kam es bei der Wahl zum "Innenverteidiger der Saison" nicht allein auf die Anzahl der gesammelten Titel an, wie das Ergebnis beweist: Hummels bekam 39 Prozent der Stimmen und liegt mit komfortablem Abstand vor Vereinskollege Sokratis (25 Prozent) und dem Münchner Verteidiger-Duo Dante (18 Prozent) und Jerome Boateng (acht Prozent). Die hinteren Plätze belegen Naldo (sechs Prozent) vom VfL Wolfsburg und Ömer Toprak von Bayer Leverkusen (vier Prozent).

Titelversprechen nach Pokal-Aus

Hummels, der sich aktuell mit der deutschen Nationalmannschaft in Südtirol auf die Weltmeisterschaft in Brasilien vorbereitet (die Bilder vom DFB-Team), hat sich für die kommende Saison einiges vorgenommen: "Nächstes Jahr gibt’s einen Titel. Ich weiß nicht welchen, aber es gibt einen Titel", kündigte der 25-Jährige auf seiner Facebook-Seite an.

Bei Hummels selbst gibt es indes wenig Verbesserungspotenzial. Der Dortmunder Verteidiger gehört zu den besten Zweikämpfern der Liga - 64 Prozent seiner Duelle Mann gegen Mann konnte er für sich entscheiden. Vor allem in der Luft ist der 1,91-Meter-Hüne kaum zu bezwingen.

Gute Karten für die WM

Seine größte Stärke ist allerdings die Spieleröffnung. Dabei besticht der Borusse durch eine hohe Passsicherheit - 81 Prozent der gespielten Bälle kamen an. Eine Eigenschaft, die sowohl BVB-Coach Jürgen Klopp als auch Bundestrainer Joachim Löw sehr zu schätzen wissen.

Löw feilt noch an der Mannschaftsaufstellung für die WM und ist sich unschlüssig, wer den Zuschlag für den Platz neben dem wohl gesetzten Per Mertesacker bekommt. Hummels hat dabei gute Karten. Wer weiß, vielleicht kann er sein Versprechen bereits in Brasilien wahrmachen.