Hamburg - Der 1. FC Kaiserslautern steht nach 18 Spieltagen dort, wo ein Aufsteiger sich gern befindet - weit weg von den Abstiegsplätzen. Auf Platz 10 rangierend, hat der FCK ein Polster von sieben Punkten auf einen Abstiegsplatz.

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Damit das auch so bleibt, sollen nicht nur gegen die direkte Konkurrenz "Dreier" eingefahren werden. Auch gegen den einen oder anderen "Großkaliber" darf es ruhig mal ein Überraschungssieg sein. So wie am 2. Spieltag, als die "Roten Teufel" den FC Bayern München mit 2:0 schlugen.

Lakic traf gegen die Bayern

Mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 66 Sekunden überrumpelten Ivo Ilicevic und Srdjan Lakic den Rekordmeister und sicherten den Lauterern den ersten Sieg der Saison. In der 36. Minute traf Ilicevic nach Balleroberung von Christian Tiffert im Mittelfeld . Nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff (37.) erhöhte Lakic mit seinem dritten Saisontor auf 2:0.

Im Hinspiel gegen die Bayern spielte Lakic 16 Pässe, von denen zehn einen Abnehmer fanden. Hinzu kamen eine Torschussvorbereitung und drei Schüsse (ein Tor) - aber auch fünf Foulspiele. reichte vom gegnerischen Strafraum bis kurz hinter die Mittellinie. Drei Mal war er bei Standards im eigenen Sechzehner zu finden.

18 Tore in Liga und Pokal

Doch ausgerechnet jener Lakic wird im Rückspiel auf dem Betzenberg fehlen. Der Kroate kassierte zum Rückrundenauftakt gegen den 1. FC Köln nach einem Schlag ins Gesicht von Christian Eichner und wurde für ein Spiel gesperrt.

Ein herber Rückschlag. Seine Bedeutung für die Pfälzer unterstrich Lakic erst am Mittwoch im DFB-Pokal-Achtelfinale in Koblenz (4:1-Sieg), als er den FCK mit drei Treffern in die Runde der letzten Acht schoss. Es waren bereits seine Treffer fünf bis sieben im Wettbewerb. Dazu kommen noch elf Tore in der Bundesliga.

Kurz blieb System treu

Glücklicherweise endete die Partie gegen Köln für den FCK mit einem Remis. Interessanterweise stellte Trainer Marco Kurz sein System (1-4-1-4) nach dem Platzverweis Lakics zumindest offensiv kaum um. Lautern zog sich bis zur Halbzeitpause lediglich stark zurück, kam des Kölner Strafraums.

Zuvor suchten die "Roten Teufel" immerhin (alle Schüsse geblockt). Jan Moravek, der den Pfälzern , spielte in Halbzeit zwei ein wenig offensiver, rückte dabei aber weniger durch di
e Mitte (), als . Dabei brachte er 18 von 21 Pässen an und eroberte drei Bälle.

Nemec setzte mehr Akzente

Zudem kam Adam Nemec für Pierre De Witt zur zweiten Halbzeit. De Witt spielte 28 Pässe (17 erfolgreich) und schlug acht Flanken (eine erfolgreich). Allerdings blieb er dem Strafraum gänzlich fern. Nemec hatte hingegen drei Schüsse, eine Torschussvorlage und brachte zehn von 13 Pässen an. Er agierte .

Am Samstag müssen die Lauterer aber nicht zum ersten Mal in dieser Saison auf Lakic verzichten. Bereits am 16. Spieltag fehlte der Stürmer beim 0:0 gegen Wolfsburg. Damals vertraute Kurz im Sturm auf Ilijan Micanski als einzige Spitze und spielte wieder im 1-4-1-4-System.

Parallelen zum Köln-Spiel

Micanski brachte zwar zehn von elf Zuspielen an, konnte sich aber im Sturm . Er hatte keinen einzigen Torschuss und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Für ihn kam Nemec ins Spiel. Und der Trainer wurde nicht enttäuscht - wenngleich er kein Tor seiner Mannschaft bejubeln durfte. . Er hatte eine Torschussvorlage und brachte zwölf von 20 Pässen an.

Es sind also durchaus Parallelen zum Spiel gegen Köln nach Lakics Platzverweis erkennbar. Auch im Mittelfeld. Ilicevic und Moravek spielten links außen und links zentral. Während Ilicevic mit (von 30), zwei Torschussvorlagen, fünf Balleroberungen und zwei Schüssen glänzte, spielte Moravek zum Mitspieler und zog fünf Mal ab.

Allerdings sah das Vierer-Mittelfeld rechts anders aus als in Köln. Da spielte Christian Tiffert rechts zentral und Oliver Kirch, der in Köln in der 70. Minute eingewechselt wurde, stand in der Anfangsformation auf dem rechten Flügel. Vor allem gegen die "Wölfe". Er brachte 29 von 35 Pässen an, bereitete vier Torschüsse vor, schlug sechs Flanken (drei erfolgreich) und hatte vier Balleroberungen.