Hamburg - Auch wenn der Schnee in Deutschland fast überall geschmolzen ist, die Lawine der turbulenten Ereignisse der vergangenen Wochen rollt weiter bei 1899 Hoffenheim. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Spielen droht der Sturz ins Mittelmaß.

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Und ausgerechnet in dieser schwierigen Zeit kommt nun Tabellenführer Borussia Dortmund zu Besuch in die Rhein-Neckar-Arena. 1899-Coach Marco Pezzaiuoli sucht derzeit nach der Elf, die ihm Erfolg bringt.

Vorsah und Ibisevic nur noch Bankdrücker

In den vergangenen Wochen fanden sich zwei ehemalige Leistungsträger nur noch auf der Bank wider: Isaac Vorsah und Vedad Ibisevic. Vorsah fehlte am 24. Spieltag komplett und kam beim 0:2 bei Borussia Mönchengladbach erst spät in Halbzeit zwei zum Einsatz. Für ihn spielte Matthias Jaissle am 25. Spieltag.

Jaissle zeichnete sich bei weitem nicht als solch aus, der am 23. Spieltag noch 40 von 54 Zuspielen anbrachte. Jaissle brachte sowohl als auch am vergangenen Spieltag zwei Drittel seiner Pässe an.

Jaissle lässt weniger zu

Jaissle konnte sich vergangene Woche trotz seiner Auswechslung auszeichnen. Eine Woche zuvor ging er sogar . Vorsah hatte hingegen bei seinem letzten Einsatz von Beginn an nur .

Jaissles besseres Defensivverhalten wirkte sich auch auf das Gladbacher Spiel aus. Nur kamen über seine Seite. Die Hälfte davon waren Eckstöße. Zudem schoss die Borussia bei 13 Versuchen nur . Mit Vorsah kamen zuletzt sieben von zehn Flanken und die Hälfte aller Schüsse .

Sigurdsson statt Ibisevic

Ibisevic saß am 25. Spieltag nur auf der Bank und fehlte erstmals seit Oktober. Der Angreifer steckt im Formtief. Nur ein einziges Tor konnte Ibisevic in den vergangenen zehn Spielen erzielen. Schon am 24. Spieltag wurde er zur Pause ausgewechselt.

Für ihn kam damals Gylfi Sirgurdsson, der daraufhin gegen Gladbach in der Startelf stand. Es war der erste Einsatz von Beginn an für den Isländer seit dem 21. Spieltag. Damals beim 3:2-Sieg der TSG gegen Kaiserslautern. Dies war zugleich der bislang letzte Hoffenheimer Sieg.

Absolut harmlos

Doch der Wechsel im Sturm brachte gar nichts. Sigurdsson kam in Gladbach kein einziges Mal zum Abschluss, seiner Pässe kamen an und er hatte gelungene Abwehraktionen (zwei).

Ibisevic, der in der Woche zuvor nur 45 Minuten auf dem Platz stand, hatte damals ebenfalls keinen Torschuss, brachte aber immerhin an und hatte allein . In Gladbach war aber die gesamte Hoffenheimer Elf harmlos. der neun Schüsse ging aufs Tor.

Babel wenig effektiv

Mit Sirgurdssons Hereinnahme rückte Neuzugang Ryan Babel ins Sturmzentrum. Der Niederländer stand in seinen fünf vorherigen Einsätzen für Hoffenheim immer links. Doch auch dieser Wechsel trug keine Früchte. Zwar trat Babel - 64 Mal davon in der gegnerischen Hälfte. Doch kein einziges Mal kam er im Strafraum an den Ball. Seine drei Schüsse (alle vorbei) gab er ab.

Eine Woche zuvor hatte er noch auf links gespielt. Da kam er zwar nur , war aber fünf Mal am Ball. Vor zwei Wochen hatte er und acht Aktionen im .

Wechselspiele im Mittelfeld

Im Mittelfeld setzt Pezzaiuoli seit Wochen auf dasselbe Trio - allerdings nahm er auch hier eine taktische Änderung vor. David Alaba rückte aus dem Zentrum nach links. Dafür zog Sehad Salihovic in die Mitte. Auch dieser Wechsel brachte nichts Positives.

Alaba brachte weniger Pässe an () als eine Woche zuvor auf links (). Er hatte keinen einzigen Torschuss. Gegen Mainz waren es noch zwei. Konnte er sich gegen den FSV auszeichnen (inklusive zwölf Ballgewinnen), waren es nun nur noch (fünf Ballgewinne). Dafür stieg die Anzahl der Ballverluste von elf auf 17 an.

Kaum Steigerungen bei Salihovic

Auch bei Salihovic brachte der Positionswechsel nichts. Nur seiner Zuspiele fanden gegen die Borussia einen Abnehmer - (39/29). Er schlug sechs Flanken - alle erfolglos. Eine Woche zuvor kamen immerhin zwei von elf Flanken an.

Zwar kam er ein Mal mehr zum Abschluss (zwei Mal) als eine Woche vorher, doch wurden geblockt. Defensiv setzte sich Salihovic (14 Ballgewinne). Gegen Mainz waren es noch , 21 davon waren Ballgewinne. Einziges Plus für ihn: Er reduzierte seine Ballverluste deutlich (23 statt 36).