Hamburg - Wohl keine andere Mannschaft in der Bundesliga kann derzeit so gelassen mit einer Niederlagenserie umgehen wie der SC Freiburg. Drei Spiele in Folge verloren die Breisgauer und stehen trotzdem auf einem sensationellen 7. Platz.

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Das Thema Abstieg ist keines bei den Freiburgern. Dennoch will man die Talfahrt gern umgehend stoppen. Kein leichtes Unterfangen, kommt doch am 27. Spieltag der FC Bayern München ins badenova-Stadion. Nach dem 6:0-Schützenfest gegen den Hamburger SV ist der Rekordmeister wieder voller Selbstvertrauen.

Cissé einzige Konstante

Freiburgs Coach Robin Dutt setzte in den vergangenen Wochen immer wieder auf Veränderungen, die jedoch zumindest auf der Anzeigentafel nichts gebracht haben. Die einzige Konstante ist der Goalgetter Papiss Demba Cissé.

Was fehlt, sind Torschützen, die nicht auf den Namen Cissé hören. Mehr als die Hälfte aller Freiburger Treffer gingen auf sein Konto (17 von 33). In den vergangenen drei Spielen traf der SCF aber nur zwei Mal - durch einen Elfmeter und ein .

Mit Reisinger lief s

Aus dem Spiel heraus konnten die Breisgauer vor vier Spielen letztmalig Torgefahr erzeugen. Beim 2:1-Erfolg gegen Wolfsburg am 23. Spieltag glänzte nicht nur wie so oft Cissé, der den 2:1-Siegtreffer erzielte, sondern auch Stefan Reisinger. Der Angreifer wurde kurz vor der Pause eingewechselt und harmonierte prächtig mit Cissé. Reisinger des Freiburger Torjägers vor und .

Das lief zuletzt in Kaiserslautern anders ab. Da kamen aufs Tor. Allein Cissé . Bereits beim 1:3 gegen Bremen schoss Freiburg . Damals kam nur ein Schuss aufs (und ins) Tor - ein Elfmeter.

Kaum Impulse von Jäger

Sieben der neun Torschüsse gegen den FCK kamen . Dennoch kam die Vorarbeit nur selten von links. Jonathan Jäger spielte auf dem linken Flügel. Es war sein erster Einsatz von Beginn an seit dem 3. Spieltag.

Bei seinem erst achten Saisoneinsatz machte er aber keine sonderlich gute Figur. Zwar brachte er an, doch kein einziges Mal war er an einer Offensivaktion beteiligt. Und einfach zu wenig.

Nicu mit schwacher Vorstellung

Neben Jäger agierte Maximilian Nicu, der Allrounder beim SC. An den vergangenen vier Spieltagen war er auf vier verschiedenen Positionen zu finden. Gegen Wolfsburg spielte der Rumäne . Eine Woche später war er . Vor zwei Wochen spielte er und nun links in der Raute.

Dabei erwischte er einen rabenschwarzen Tag. Nach wurde er zur Pause ausgewechselt. Sein einziger Torschuss wurde geblockt und er spielte nur 13 Pässe. Eine Woche zuvor war Nicu mit 165 Aktionen noch der Mann des Spiels. Da spielte er als Rechtsverteidiger und hatte .

Viele Namen im Mittelfeld

Allein in den vergangenen drei Partien spielte Dutt im Mittelfeld hinter Cissé mit neun verschiedenen Akteuren. Dazu zählte auch Oliver Barth, der am 25. Spieltag noch im Mittelfeld stand. Damals brachte er weit an (13 von 31) und konnte sich vor der Abwehr spielend nur in Szene setzen.

Gegen Lautern ersetzte Barth dann Heiko Butscher als Innenverteidiger. Butscher stand damit erstmals seit dem 15. Spieltag nicht in der Anfangsformation der Breisgauer. Dabei brachte Barth an und hatte . Dies war nur bedingt besser als Butscher bei seinem vergangenen Einsatz. Am 25. Spieltag brachte dieser an, hatte aber nur .

Bayern sind heiß

Egal, wer gegen die Bayern in der Abwehr spielen wird, auf Freiburg kommt einiges zu. Der FCB schoss gegen Hamburg am vergangenen Spieltag . Acht der Schüsse kamen durch und fünf Mal schlug es im Hamburger Kasten ein (plus einem Eigentor).

Allein zwölf Mal zogen die Bayern oder der Strafraumgrenze ab. Dabei fielen vier Tore (plus dem Eigentor).

Allein Mario Gomez gab ab. Im Hinspiel gegen Freiburg hatte er - von davon von innerhalb des Sechzehners - und traf ein Mal. Noch mehr Gefahr geht derzeit aber wohl von Arjen Robben aus. Der Niederländer traf gegen den HSV . Zudem brachte er an - inklusive zwei Torschussvorlagen, neun Flanken und einem Assist.