Hamburg - Der Sonntag der Gladiatoren: Die vier besten Mannschaften der ersten neun Spieltage treffen in zwei direkten Vergleichen aufeinander. Während das Spiel zwischen Überraschungstabellenführer Mainz und Dortmund im Fokus steht, bietet aber auch das Duell zwischen dem bisherigen Vierten und dem Dritten Brisanz.

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Denn wohl nur die kühnsten Optimisten hätten damit gerechnet, dass es sich am 10. Spieltag bei diesem Aufeinandertreffen um das Spiel 1899 Hoffenheim gegen Hannover 96 handeln würde.

Hoffenheim ging die Puste aus

Während die Kraichgauer nach dem Remis in Dortmund im Wochenverlauf auch im Pokal antraten - und das Achtelfinale mit einem Kraftakt gegen den FC Ingolstadt erreichten - konnte sich Hannover ausruhen und Kräfte für das Spitzenspiel in Hoffenheim sammeln.

1899 steckte das 1:1 gegen den BVB sicher noch in den Knochen. Bei der Borussia ging Ralf Rangnicks Elf mit dem in Führung. Es folgte nur noch ein einziger weiterer Schuss im ersten Durchgang. In Halbzeit zwei begann 1899 aktiv. Bis zur 71. Minute schoss das Team sechs Mal aufs Tor - .

Ba stark, Sigurdsson ansehnlich

Aktivposten im Angriff war neben (drei Torschüsse, zwei Torschussvorlagen, aber auch fünf Fouls) vor allem der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Gylfi Sigurdsson. Er zog zwei Mal ab und versuchte sich zwei Mal als .

Sein Vorgänger Peniel Kokou Mlapa . Er hatte nur 35 Ballkontakte - davon sechs Fehlpässe, sechs misslungene Weiterleitungen und sieben Ballverluste. Der Angreifer kam nicht einmal zum Abschluss. Vor allem seine Aktionen auf rechts waren nicht von Erfolg gekrönt.

Viele Ballverluste

Der Angriff kam Mitte der zweiten Hälfte zum Erliegen, da der BVB früher störte. Hoffenheim leistete sich ab der 72. Minute . Im Vergleich dazu spielten sich der der Hoffenheimer in der ersten Hälfte der zweiten Halbzeit in der gegnerischen Hälfte ab.

Frühes Stören könnte demnach ein Rezept für Hannover sein. Genau das taten die 96er gegen Köln. Die beiden ersten Torschüsse (4., 15. Minute) . Anschließend blieb Hannover . Und erst in der 45. Minute kam ein Schuss wieder aufs Tor.

Erst über links, dann über rechts

In jener Anfangsphase, in der Didier Ya Konan doppelt traf, kamen Hannovers Vorstöße fast ausschließlich . Derweil war in der Defensive nur Hannovers rechte Seite am meisten beschäftigt, ohne jedoch ernsthaft in Gefahr geraten zu sein.

Nach dem 2:0 beließ es Hannover bei einigen . Die Abwehrarbeit verlagerte sich unterdessen auf .

Kein Raum für Köln

Während in Halbzeit eins insgesamt vor allem Ya Konan und Konstantin Rausch machten, verlagerte sich Hannovers Offensivspiel in Durchgang zwei fast komplett auf die rechte Seite. Dabei traten immer wieder Steven Cherundolo, Sofian Chahed sowie erneut Rausch und Ya Konan in Erscheinung.

Die 96er warteten ab und standen geschickt. Kaum ein Kölner Angriff in Halbzeit zwei kam auch nur in die Nähe des Strafraums der Niedersachsen. Die bereits viele Meter vor dem Sechzehner.