Hamburg - Es war wie ein Befreiungsschlag - für den FC Bayern München und für Mario Gomez. Mit seinem "Dreierpack" schoss der deutsche Nationalspieler den Rekordmeister aus der Misere. Nun soll eine Serie gestartet werden.

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Das ist auch dringend nötig, will man die Meisterschale an der Isar halten. Denn der Rückstand auf die punktgleichen Borussia Dortmund und Mainz 05 beträgt auch nach dem dritten Saisonsieg stolze zehn Punkte.

Neue Namen aus der Not heraus

Es wartet aber keine leichte Aufgabe auf die Bayern. Denn am Freitag sind sie zu Gast beim Hamburger SV. Die Norddeutschen haben immerhin die Siegesserie der Mainzer gestoppt.

Am System hatte Louis van Gaal im Vergleich zur 0:2-Niederlage in Dortmund am 7. Spieltag nichts geändert. Aufgrund der verletzungsprobleme wohl aber an der Aufstellung. Gleich auf drei Positionen musste der Niederländer neue Leute bringen, dazu rückte Thomas Müller zentral hinter die Spitze.

Schussgewaltig

Die Umstellungen zeigten - wenn auch aus der Not heraus geboren - ihre Wirkung. Die Bayern glänzten mit 15 Torschüssen, von denen des Strafraums abgegeben wurden. Zwei der Treffer fielen per Kopf. Es waren die ersten Kopfballtreffer der Saison für die Bayern!

Alle drei Tore gingen aufs Konto von Gomez. Der Stürmer zeichnete sich aber nicht nur durch seinen Offensivdrang aus (22 gelungene Pässe bei 27 Versuchen, zwei Torschussvorlagen, fünf Schüsse). Denn Gomez holte sich einen Großteil der Bälle im Mittelfeld. Dort war er .

Müller besser auf links

Schon am 7. Spieltag in Dortmund gehörte Gomez zu den Aktivposten seiner Mannschaft. Jedoch fehlte ihm da noch die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor. Beim BVB-Gastspiel fand nur einer seiner drei Schüsse den Weg aufs Tor. Zudem vier Mal den Ball und hatte zwei erfolgreiche Dribblings, die jedoch ohne Zählbares endeten.

Große Unterstützung erhielt Gomez von Müller. Der stand laut Startaufstellung zwar zentral, agierte aber meist über links und hatte von dieser Seite auch . Dass er keinen Schuss selbst abgab, war da sicher zu verschmerzen.

Kroos wirbelte neben Müller

Neben Müller war auf links auch noch Platz für Toni Kroos, der mit die zweitmeisten bei den Bayern hatte. Er hatte ebenfalls drei Torschussvorlagen und einen Assist vorzuweisen. Allerdings stand er bei .

In Dortmund wirbelten Müller und Kroos noch auf gegenüberliegenden Seiten und blieben erfolglos. Gemeinsam kamen sie bei der Borussia auf einen Torschuss, aber keine einzige Torschussvorlage. Hinzu kamen stattdessen rund um den Strafraum.

Tymoshchuk glänzte als Verteidiger

Ein weiterer Leistungsträger im Spiel gegen Hannover war Anatoli Tymoshchuk. Der Ukrainer, der zuvor in dieser Saison ein reines Bankdrückerdasein fristete und erst acht Einsatzminuten hatte, spielte die kompletten 90 Minuten durch - als . Von hinten heraus gelangen ihm 46 Pässe. Er hatte sechs Ballgewinne, vier klärende Aktionen und fing zwei Bälle ab.

Vor dem HSV müssen sich die Bayern in dieser Form nicht verstecken. Immerhin ließen die "Rothosen" in Mainz , von denen fünf auf den HSV-Kasten gingen und ein weiterer das Aluminium traf.

Der HSV war wie die Bayern auch besonders aktiv. Es könnte also auf die Abwehrleute auf rechts ankommen. Da hatte Guy Demel beim HSV zuletzt mit zehn Pässen bei acht Fehlpässen und insgesamt eine schlechtere Quote als sein (42 gelungene Pässe, drei Fehlpässe, fünf Ballverluste).