Hamburg - Die Feierlichkeiten zur siebten Deutschen Meisterschaft mussten vertagt werden. Ausgerechnet bei der abstiegsbedrohten Mönchengladbacher Borussia leistete sich Tabellenführer Borussia Dortmund einen 0:1-Ausrutscher.

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Fünf Punkte beträgt der Vorsprung der Schwarz-Gelben drei Spieltage vor Saisonende. Mit etwas Schützenhilfe des 1. FC Köln und einem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg könnte der BVB sich den Titel aber schon am kommenden Wochenende sichern.

Da Silva wie ein Ballmagnet

Doch was genau muss Trainer Jürgen Klopp im Vergleich zum Spiel in Gladbach ändern? Und wie kann Nürnberg den Spitzenreiter eventuell doch noch ins Wanken bringen? Die Matrix auf bundesliga.de gibt Lösungsansätze.

In Gladbach musste Klopp nur auf einer Position umstellen. Statt Nuri Sahin sollte Antonio da Silva das Spiel im Mittelfeld kontrollieren. Mit 162 Aktionen war dieser auch der . Unglaubliche gegen Gladbach, davon kamen 77 beim Mitspieler an.

In der gegnerischen Hälfte lag seine Passquote sogar bei (58 von 72 Pässen). Doch in der Nähe des Sechzehners war es aus mit der Herrlichkeit. fand einen Abnehmer und da Silvas wurden geblockt. Immerhin konnte er sich auszeichnen.

Ein Fehler, der Punkte kostete

Schon eine Woche zuvor beim deutlichen 3:0-Sieg des BVB gegen Freiburg (35 von 50), nachdem er Sahin bereits nach rund 30 Minuten ersetzen musste. Doch im Gegensatz zum Gladbach-Spiel hatte da Silva gegen den SCF auch . Alle zwei Flanken kamen an und er hatte drei Torschussvorlagen.

In Mönchengladbach war es dann auch ausgerechnet da Silva, zur Folge hatte. Nach einem abgefangenen Pass von da Silva behauptete sich Mohamadou Idrissou gegen Neven Subotic und traf aus spitzem Winkel (35. Minute).

18 Minuten Druch

Zwischen der 11. und der 29. Minute war die einzige Phase, in der Gladbach dagegenhalten konnte. In diesem Zeitraum kam Dortmund nur zu einem Fernschuss und bei 112 Versuchen. Vor allem die fand in dieser Zeit gar nicht statt.

In diesem Zeitraum gelang es der Borussia, den BVB besonders früh im Aufbau zu stören. Allein zehn Mal einen Ball in der gegnerischen Hälfte. In der restlichen Zeit gelang den Gladbachern, die sich nach der Führung auch weit zurückzogen, nur noch 16 Mal. Auf Nürnberg wartet da aber eine schwere Aufgabe. Zuletzt hatten sie im kompletten Spielverlauf gegen Mainz nur in der Hälfte des FSV.

Ballbesitz ohne Torgefahr

Da Silvas Leistung steht ein wenig stellvertretend für die Vorstellung der gesamten Dortmunder Mannschaft am 31. Spieltag. Mehr als 600 Pässe spielte Dortmund in Gladbach, davon kamen 469 an (). Vor allem in Halbzeit zwei dominierte der BVB das Geschehen. standen nur 62 Fehlpässe gegenüber. Doch von den kamen nur vier an. Insgesamt schlug der BVB . Doch nur sieben fanden einen Abnehmer.

Eine Woche zuvor gegen Freiburg lag die Passquote der Dortmunder bei "nur" 67,5 Prozent (). Doch dafür fanden ihr Ziel und es gab zwei Assists. Die Anzahl der Torschüsse in beiden Spielen war fast identisch (, ).

Allerdings spielte Klopps Elf gegen die Breisgauer wesentlich effizienter. Von den fünf Schüssen, die aufs Tor gingen, fanden drei auch den (60 Prozent). Hingegen blieben in Gladbach alle ohne Fortune.

Schmelzer ohne Zielwasser - Götze verbessert

Zwei der auffälligsten BVB-Spieler waren einmal mehr Marcel Schmelzer und Mario Götze. Schmelzer beackerte die linke Außenbahn und brachte an. Jedoch fand ihr Ziel. Eine Woche zuvor lag seine . Zudem bereitete er das vor.

Götze war einer der wenigen, der sich in punkto Flanken im Vergleich zum Freiburg-Spiel steigern konnte. Brachte er da nur an, waren es in Gladbach .

Lewandowski doch kein Barrios

Ein Plus für den BVB für das kommende Spiel könnte die Rückkehr von Lucas Barrios sein. Der Paraguayer fehlte am 30. Spieltag komplett und wurde in Gladbach erst spät eingewechselt. An seiner Stelle stand Robert Lewandowski in beiden Partien in der Startelf.

Gegen Freiburg . Lewandowski erzielte ein Tor und hatte insgesamt starke sechs Schüsse. Doch in Gladbach kam er nur . Brachte er gegen die Breisgauer noch an, waren es diesmal nur .

In der zweiten Halbzeit hatte Lewandowski bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute . Barrios kehrte nach etwas mehr als einer Stunde endlich wieder zurück. Doch er war noch nicht der Alte. kam an. Immerhin hatte er .