Hamburg - Wohl keine andere Mannschaft stand am 23. Spieltag so sehr unter Druck wie der Hamburger SV. Nach dem verpatzten Stadtderby gegen den FC St. Pauli - die erste Niederlage gegen die Braun-Weißen seit 1977 - waren die "Rothosen" gegen Werder Bremen zum Siegen verdammt.

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Doch die Elf von Trainer Armin Veh meisterte die Aufgabe gegen den Nordrivalen mit Bravour und feierte einen deutlichen 4:0-Erfolg. Damit korrigierten die Hanseaten ihren Kurs und können weiter von der Teilnahme am internationalen Geschäft träumen.

Veh mit vielen Umstellungen

Dominiert hatten die Hamburger schon am vergangenen Mittwoch gegen St. Pauli für lange Zeit - ohne jedoch ins Schwarze getroffen zu haben. Anschließend hagelte es für den HSV von allen Seiten heftige Kritik.

Veh reagierte auf seine Weise. Er griff knallhart durch und wurde belohnt. Am schlimmsten erwischte es bei Veh Reinigungsaktion Eljero Elia. Der stand nicht einmal im Kader der Hamburger. Dafür wirbelten Son Heung-Min und Jonathan Pitroipa über die Flügel.

Guerrero der bessere van Nistelrooy?

Gojko Kacar spielte in der Viererkette, dafür rückte Heiko Westermann ins Mittelfeld. Marcell Jansen, David Jarolim und Änis Ben-Hatira schmorten nur auf der Bank. Sie standen gegen St. Pauli noch in der Startelf.

Ebenso erging es Ruud van Nistelrooy. Anstelle des Niederländers lief Paolo Guerrero erstmals in der Rückrunde von Beginn an auf und nutzte seine Chance. Er traf gleich doppelt. In der erzielte er nach Assist von Mladen Petric das 2:0. Das 3:0 markierte Guerrero nach Zuspiel von Dennis Aogo.

Westermann stark im Mittelfeld

Doch nicht nur bei seinen beiden Treffern wusste Guerrero zu überzeugen. Der Angreifer aufs Bremer Tor (fünf Mal von innerhalb des Sechzehners) und trat . Van Nistelrooy trat am Mittwoch gegen St. Pauli nur und hatte . Guerreo brachte gegen Werder an und ihm gelangen .

Gleich drei Umstellungen nahm Veh im Mittelfeld vor. Auf den Flügeln kamen Son und Pitroipa zum Einsatz. Im rechten Zentrum agierte Westermann. Der deutsche Nationalspieler machte eine gute Figur. fanden ihren Abnehmer. Er gewann alle seine . Seine defensiven Pflichten vernachlässigte er dennoch nicht. Neun Mal zeigte er .

Pitroipa und Son als Flügelzange

Auf dem rechten Flügel brachte Pitroipa an. Er bereitete nach Balleroberung das vor und suchte selbst zwei Mal den Abschluss. Auf der anderen Seite sorgte Son immer wieder für Unruhe. fanden einen Abnehmer. Vor allem in der wirbelte er: Zwölf von 13 Pässe kamen an. Hinzu kamen zwei gelungene Dribblings und sechs starke Abwehraktionen.

Auch Kacar, der statt Westermann in der Viererabwehrkette der Hamburger stand, zeigte eine mehr als überzeugende Leistung. Er hielt eisern seine ihm angedachte Position. trat Kacar in der gegnerischen Hälfte in Erscheinung.

Kacar spielte 54 Pässe, von denen . 15 Mal klärte er in seiner . Nur ein einziges Mal musste er zu unfairen Mitteln greifen. Bei 84 Aktionen leistete sich Kacar .