Hamburg - Der VfL Wolfsburg hat das Siegen doch noch nicht verlernt. Nach unglaublichen sieben Unentschieden in Serie feierten die "Wölfe" ausgerechnet bei den ambitionierten Mainzern einen "Dreier".

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Simon Kjaer erlöste die Niedersachsen mit seinem späten Treffer am Mainzer Bruchweg (82. Minute). Es war der erste Treffer des Dänen in der Bundesliga. Für Wolfsburg war es womöglich der lang ersehnte Befreiungsschlag. Für den FSV war es ein Stolperstein, bleibt man doch an den Spitzenplätzen dran.

Tuchel mit zwei Stürmern

Doch es wäre sicher mehr drin gewesen für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel. Er ließ seine Elf überraschend offensiv auflaufen und brachte mit Adam Szalai und Sami Allagui zwei Stürmer und spielte im 4-4-2-System.

Eine Woche zuvor in Stuttgart und in vielen Partien der Hinrunde agierte Mainz mit nur einer echten Spitze. Doch die offensive Ausrichtung zeigte Wirkung. klärte Sascha Riether in höchster Not gegen Andre Schürrle.

Acht Mal aus der Ferne

Doch anschließend stand der VfL meist gut. Zwar erlaubte man den Mainzern (vier geblockt), doch , was für die kompakte Defensive der "Wölfe" spricht.

Zudem wurden drei der sechs im Strafraum abgegebenen Schüsse geblockt. musste Diego Benaglio im Wolfsburger Tor überhaupt eingreifen. Den ersten Schuss auf seinen Kasten musste er erst , als Szalai mit der Hacke treffen wollte.

Szalai mit wenig Durchschlagskraft

Es war Szalais erster von . Beide gab er innerhalb von rund sechs Minuten ab. Auch sonst blieb der Ungar eher blass. Zwar brachte er zum Mitspieler und bereitete zwei Torschüsse vor, doch von seinen acht Aktionen im und rund um den Strafraum .

Sein Sturmpartner Allagui kam ebenfalls nur zwei Mal zum Abschluss. Beide Schüsse gab er ab. Mit war Allagui von allen 22 in der Startaufstellung stehenden Akteuren der am wenigsten aktive Spieler auf dem Feld.

Wenig Zug nach vorn

Nur ein einziges Mal kam Allagui im gegnerischen Strafraum an den Ball. verlor er das "Leder" im Zweikampf mit Tolga Cigerci. In der 64. Minute kam Lewis Holtby, der eine Woche zuvor eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. Der Jung-Nationalspieler kam zwar selbst nicht zum Abschluss, an und bereitete zwei Torschüsse vor.

Viele Pässe brachten aber auch seine Mitspieler im Mainzer Mittelfeld an. Was fehlte, war der klare Zug in die Spitze. Ein Grund dafür war mit Sicherheit das aggressive Spiel der Wolfsburger. Die erlaubten sich . Hart aber herzlich war der VfL dabei. Denn es gab nur eine Gelbe Karte.

Harte "Wölfe"

Allein elf Mal foulten die "Wölfe" ihre Gegenspieler . Auch die Offensivkräfte mischten mit. Allein Grafite spielte in der gegnerischen Hälfte . Das Forechecking setzte sich auch in der Wolfsburger Hälfte fort. Denn dort passierten fast alle Fouls .

Die aggressive und eher defensive Spielweise hatte zur Folge, dass der VfL nur kam, dabei gaben die Niedersachsen allein sechs Schüsse von ab.

Grafite kam als einzige echte Spitze und kam kein einziges Mal im gegnerischen Strafraum an den Ball. Dafür aber Kjaer. Der Däne hatte 66 Aktionen - . Nur ein Mal kam er in den Strafraum des FSV. Und genau da traf er. Effizienz pur...