Hamburg - Der für die zweite Saisonhälfte erwartete Großangriff des FC Schalke 04 auf die internationalen Plätze bleibt weiter aus. Gegen den 1. FC Nürnberg reichte es vor eigenem Publikum am 24. Spieltag nur zu einem 1:1-Unentschieden.

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Zu wenig, befand auch Trainer Felix Magath. "Wir können mit dem Punkt nicht so gut leben. Wir haben das Spiel kontrolliert und nicht viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir richtig Gas gegeben, viele Torchancen herausgespielt, aber nicht das zweite Tor gemacht", analysierte Magath.

Magere Rückrundenbilanz

Erst acht Zähler holten die "Königsblauen" in der Rückrunde. Aus den vergangenen fünf Spielen gab es nur einen einzigen Sieg. Der gegen Ende der Hinserie so gut in Schwung gekommene Angriff der "Knappen" hängt im zweiten Gang fest. Erst vier Mal traf Schalke in sieben Rückrundenspielen.

Rückrundentreffer Nummer vier war dabei ein ganz wichtiger. Eine Niederlage gegen den "Club" wäre für Schalke nach der Pleite in Mönchengladbach vor einer Woche eine ganz bittere Pille gewesen. Die "Knappen" können sich dahingehend bei Raúl bedanken.

Raúl sei Dank

Der Spanier nach einem tollen Solo von Debütant Sergio Escudero. Dieser schien sich in der 52. Minute auf der linken Seite bereits festgelaufen zu haben. Doch irgendwie fiel der Ball Raúl vor die Füße und der Superstar vollstreckte eiskalt.

Sein erstes Tor seit einem Monat hat sich Raúl hart erarbeiten müssen. Der Schalker Angreifer - allesamt von innerhalb des Nürnberger Strafraums. Auch , brachte starke 25 von 29 Zuspielen an.

Gute Halbzeit, schlechte Halbzeit

Doch während Raúl über die gesamten 90 Minuten ein Aktivposten seiner Mannschaft war, spielte ein Großteil der Schalker Elf zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Dies verdeutlicht ein einfacher Blick auf die Ballverteilung.

In Halbzeit eins brachten die Schalker nur rund zum Mitspieler (121:63). Nach dem Seitenwechsel kamen an und 72 Mal fand man keinen Mitspieler - eine wesentlich bessere Quote.

Noch deutlicher wird dies beim Blick auf die Spielweise. In Durchgang eins hielten sich die "Königsblauen" . Lediglich 71 Pässe spielten sie in der Nürnberger Hälfte (42 erfolgreich). Nach der Pause der erfolgreichen Pässe beinahe (82 bei 39 Fehlpässen).

Schlechte Chancenverwertung

Klar wird, dass Schalke es verpasst hat, mehr als nur einen Punkt gegen die Franken zu holen. Immerhin kam Schalke . Aber nur sechs Flanken fanden einen Abnehmer. zwölf Torschussvorlagen und 16 Torschüsse. Dabei war der Nürnberger Strafraum . Allein 14 Mal schoss S04 von innerhalb des Sechzehners. Die beiden anderen Schüsse wurden von knapp außerhalb der Strafraumgrenze abgegeben.

Dabei hat sich Schalke von Halbzeit zu Halbzeit als Mannschaft verbessert. Kein einziger Spieler sticht mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeitwerten heraus. Einzig ein Wechsel brachte Pfeffer in die Partie. Julian Draxler kam in der 55. Minute für Edu.

Edu hatte bis dahin bei zehn Fehlpässen angebracht. Zudem leistete er sich . Draxler setzte nach vorn. Er brachte in seiner offensiven Mittelfeldrolle 18 von 21 Pässen an, hatte eine Torschussvorlage und leistete sich .

Weniger gefordert in Durchgang zwei

Auch im Defensivverhalten gab es einige deutliche Unterschiede bei den Schalkern in den zwei Halbzeiten. Zwar waren es insgesamt pro Halbzeit je fast genauso viele Abwehraktionen (56 in Halbzeit eins, 53 in Halbzeit zwei) und Ballgewinne (26, 25), doch musste Schalke im ersten Durchgang zehn Mal klären, waren in Halbzeit zwei nur fünf klärende Aktionen nötig. In den ersten 45 Minuten gelangen den "Knappen" nur sechs Tacklings. Nach der Pause waren es doppelt so viele.

Auffällig dabei: Während in Halbzeit eins im eigenen Sechzehner nötig waren und die Abwehr insgesamt war, musste die Defensive in Halbzeit zwei nur zusammengerechnet zwei Mal via klärender Aktion/Tackling und insgesamt nur vier Mal aufräumen.

Eigler schwach, Mak nutzte seine Chance

Die Nürnberger machten es den Schalker aber auch verhältnismäßig leicht. Zwar suchte der "Club" ebenfalls , jedoch konnte Julian Schiebers Ersatz Christian Eigler dabei nicht überzeugen. kam nur ein Mal zum Schuss (immerhin Aluminium) und brachte nur an.

Wesentlich gefährlicher agierte da der neu in die Mannschaft gerückte Robert Mak. Er spielte, da Almog Cohen fehlte - allerdings in einer veränderten Rolle. Statt zwei defensiven und drei offensiven Mittelfeldleuten baute Dieter Hecking leicht um und setzte auf ein Vierer-Mittelfeld plus einem defensiven Mittelfeldspieler.

Mak nutzte seine Chance. Er suchte und brachte vom linken Flügel aus an. Weiterhin hatte er .