Hamburg - Auch der Trainerwechsel zum Beginn der Woche konnte die Talfahrt des VfL Wolfsburg nicht stoppen. Sein Debüt als Chefcoach an der Seitenlinie der Niedersachsen verlor Pierre Littbarski gegen den Hamburger SV mit 0:1.

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Es war bereits die dritte Niederlage in Serie für die "Wölfe", die damit weiterhin im Abstiegsstrudel feststecken. Noch bitterer ist aber wohl die Tatsache, dass die einst für ihre offensive Spielweise bekannten Wolfsburger zum dritten Mal in Folge ohne eigenen Treffer geblieben sind.

Drei Neuzugänge von Beginn an

Littbarski vertraute bei seinem ersten Spiel als "Leitwolf" auf drei Akteure, die erst kurz vor Ende der Transferperiode II den Weg nach Wolfsburg gefunden hatten. Doch während Tuncay und Jan Polak zum zweiten Mal in Folge in der Anfangsformation standen, war es für Patrick Helmes das erste Mal in der Wolfsburger Startelf.

Im 4-4-2-System des neuen Trainers agierte der ehemalige Leverkusener als Doppelspitze neben Grafite. Die beiden anderen Winterneuzugänge spielten zentral links (Polak) und links außen (Tuncay) hinter Helmes. Das neue Trio bildete somit eine Art Dreieck. Jedoch mit unterschiedlichen Leistungen.

Helmes völlig harmlos

Helmes fand nie seinen Rhythmus. Bis auf einen kam er kein einziges Mal zum Abschluss. Keine einzige seiner ohnehin mageren 31 Aktionen fand statt. Er hatte keinen Ballgewinn, brachte aber immerhin an.

In der gesamten ersten Halbzeit war Helmes (fünf Pässe, einer davon eine Torschussvorlage). Nach dem Seitenwechsel rückte er dann vermehrt auf die rechte Seite und war zwar weiterhin keine Gefahr fürs Hamburger Tor, aber immerhin aktiver.

Grafite: hart aber wenig gefährlich

Die Ineffektivität von Helmes mag erklären, warum der eigentlich auf rechts vorn aufgestellte Grafite über auf der linken Seite zu finden war. Doch auch der Brasilianer kam kaum zurecht. Nur die Hälfte seiner 16 Pässe fanden ihr Ziel. spielte er in der gegnerischen Hälfte.

Grafite fiel ansonsten aber durch viele Fouls auf. Gleich vier Mal wusste er sich nur . Womöglich musste er auch deshalb schon nach 64 Minuten raus. Denn mit zwei Torschüssen - - war er offensiver als Helmes.

Tuncay und Polak bemüht

Die beiden anderen Neuzugänge lieferten eine solide Vorstellung. Tuncay brachte an und versuchte sich an (alle erfolglos). Zudem suchte er selbst . Doch dem gegenüber stehen . Zudem leistete er sich in der gegnerischen Hälfte.

Polak kam nicht ganz an die Leistung der Vorwoche heran, als er anbrachte und hatte.

Hasebe mit gutem Comeback

Diesmal kamen an. Sein einziger Schuss wurde geblockt und er konnte sich . Dafür hatte er vier misslungene Tacklings, und leistete sich ebenfalls vier Fouls.

Auf der rechten Außenbahn stand Ashkan Dejagah. Von allen vier Mittelfeldakteuren war er am unauffälligsten. standen für ihn zu Buche. An seiner Seite spielte aber auch der beste der Mittelfeldprofis. Makoto Hasebe feierte nach seiner Abstellung zum Asien-Cup ein gelungenes Comeback. Der Japaner fand bei . Zudem kamen an. Er hatte eine Torschussvorlage und leistete sich auf der anderen Seite .

Nichts ging vor dem Tor

Das Problem bei den Wolfsburgern war aber weniger die Ballverteilung, als vielmehr der , geschweige denn in Richtung Sechzehner. spielte der VfL 17 Fehlpässe - bei 18 erfolgreichen Zuspielen.

, doch nur zwei davon (beide von Hasebe getreten) konnten überhaupt verwertet werden. Im gesamten Spiel kam der VfL aus 25 Metern oder weniger und nur einer dieser Schüsse ging aufs Tor (Grafite in der 40. Minute).