Bundesliga

Hakimi, Lukebakio oder Mateta - wer wird Rookie des Monats November?

Frankfurt am Main - Europas Top-Liga mit dem jüngsten Altersdurchschnitt zeichnet auch in der Saison 2018/19 die besten Nachwuchsstars mit dem "Bundesliga Rookie Award by TAG Heuer" aus. Die Kandidaten im November:

Jean-Philippe Mateta (1. FSV Mainz 05)

Fortuna Düsseldorf - 1. FSV Mainz 05 fand am 30.11. statt, aber da die restlichen Begegnungen des 13. Spieltags im Dezember gespielt wurden, zählen die Statistiken aus dieser Partie für die Dezember-Wertung der Rookie-Wahl.

Jean-Philippe Mateta ist beim 1. FSV Mainz 05 angekommen. Im Sommer vom französischen Spitzenclub Lyon losgeeist, gelang dem 21-Jährigen in seinen ersten neun Bundesliga-Spielen nur ein Treffer. Im November drehte er dann aber auf: drei Partien, zwei Tore. Insgesamt traf bis Ende des Monats kein anderer Mainzer so oft wie Mateta. Damit trägt der französische U21-Nationalspieler entscheidenden Anteil daran, dass sich die 05er voll im Soll befinden. Im November gab es für die Rheinhessen zwei Siege, gegen Tabellenführer Borussia Dortmund fehlte zudem nicht viel, um zumindest mit einem Remis auseinander zu gehen.

"Das war mein erstes Tor zu Hause – aber nicht das letzte." Jean-Philippe Mateta

Am 10. Spieltag hatte Mateta beim 2:1 gegen Bremen seinen ersten Treffer vor den eigenen Fans markiert, gab seine Erleichterung darüber anschließend unumwunden zu: „Die Verbindung zu den Fans ist mit sehr wichtig, diesmal hat das super geklappt. Deswegen spiele ich Fußball, um diesen Enthusiasmus zu spüren. Das war mein erstes Tor zu Hause – aber nicht das letzte.“ Dass er seinen Worten bald Taten folgen lässt, dürfte kaum jemand bezweifeln. Denn Matetas Leistungssteigerung lässt sich auch statistisch belegen: Im November gewann Mateta mehr als die Hälfte seiner Zweikämpfe, benötigte nur sechs Torschüsse für seine beiden Treffer – vorher waren es noch 21 für ein Tor gewesen.

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Dodi Lukebakio (Fortuna Düsseldorf)

Dodi Lukebakio ist gerade einmal 21 Jahre alt – und doch könnte es für ihn schwierig werden, in seiner Karriere ein noch besseres Spiel zu absolvieren als er es am 12. Spieltag für Aufsteiger Fortuna Düsseldorf beim FC Bayern machte. Ein Tor beim Rekordmeister zu erzielen, ist für einen jungen Angreifer schon etwas Besonderes. Wie sich da wohl ein Dreierpack anfühlt? Beim 3:3 schoss der blitzschnelle und damit perfekt für Konter geeignete Lukebakio das 1:2, das 2:3 und sorgte in der 93. Minute schließlich sogar noch für den Endstand. „Das war vermutlich das beste Spiel meiner bisherigen Karriere“, sagte der Matchwinner im Anschluss an die spektakuläre Partie, in der kaum ein Experte den Rheinländern vorher eine realistische Chance gegen den Top-Favoriten ausgemalt hatte. „Seit ich Profi bin, habe ich noch keine drei Tore in einem Spiel erzielt.“

"Ich habe gesagt, er soll jetzt Bleischuhe anziehen." Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf)

In München schrieb Lukebakio Geschichte. Der belgische U21-Nationalspieler wurde zum ersten Akteur überhaupt, der in der Bundesliga einen Dreierpack gegen den viermaligen Welttorwart Manuel Neuer schnürte. Gegen die Bayern gelangen drei Treffer vorher nur fünf Spielern, zuletzt dem Schalker Ebbe Sand im Jahr 2001. Lukebakio kommt nach seinem Coup auf fünf Bundesliga-Tore in zehn Einsätzen, zeichnete sich also für 38 Prozent der Düsseldorfer Saisontreffer verantwortlich – Bundesliga-Bestwert! Damit sein Schützling nicht abhebt, hatte sein Trainer Friedhelm Funkel schnell ein Rezept parat: „Ich habe gesagt, er soll jetzt Bleischuhe anziehen.“

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Achraf Hakimi (Borussia Dortmund)

Achraf Hakimi ist bei Borussia Dortmund aus der Defensive nicht mehr wegzudenken: Der 20-Jährige hat sich auf der Abwehrseite festgespielt. Nachdem er an den ersten vier Spieltagen der Saison noch auf der Bank gesessen hatte, stand er seit dem 5. Spieltag immer in der ersten Elf, agierte flexibel je viermal auf dem rechten und linken Flügel. Mit Hakimi gewann der BVB in der Bundesliga in acht Spielen siebenmal, fuhr zudem ein Remis ein. In den drei Partien im November gab es nur Siege. Dabei war der marokkanische Nationalspieler stets gut in das Spiel Dortmunds eingebunden, kam in diesem Zeitraum auf mehr als 81 Ballkontakte pro 90 Minuten. Dass er über seine Außenbahn immer wieder für Gefahr sorgt, liegt unter anderem an seiner enormen Schnelligkeit: Im November erreichte er im Klassiker gegen den FC Bayern am 11. Spieltag eine Höchstgeschwindigkeit in Höhe von 34,6 km/h.

"Wir werden das Gleiche versuchen wie bei Paco." Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund)

Hakimi kam im November zwar auf keine Torbeteiligung, insgesamt steht er nun bei einem Treffer und drei Vorlagen, im Zweikampf legte der Verteidiger aber zu: In der Luft gewann er 80 Prozent seiner Duelle. Zudem fing Hakimi 30 gegnerische Zuspiele ab. Kein Wunder, dass die Borussia den Leihspieler vom spanischen Spitzenclub Real Madrid – Hakimi ist bis 2020 ausgeliehen – gerne fest verpflichten möchte. Das gab Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kürzlich auf der Mitgliederversammlung der Schwarzgelben bekannt. „Wir werden das Gleiche versuchen wie bei Paco“, sagte Watzke in Anspielung auf den jüngst finalisierten Transfer von Torjäger Paco Alcacer von Real-Konkurrent FC Barcelona.

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