München - Rekordmeister Bayern München muss vorerst ohne Javier Martinez auskommen. Der spanische Nationalspieler musste sich am Dienstag einen Operation an der Leiste unterziehen. Die Operation verlief erfolgreich. Wie lange Martinez den Bayern fehlen wird, ist noch unklar.

Martinez, der am Freitag im Supercup gegen den FC Chelsea zudem eine Innenbandzerrung im Knie erlitten hatte, war im August mit der Leistenverletzung von einer Länderspielreise aus Ecuador zurückgekehrt. Dennoch spielte der am Montag 25 Jahre alt gewordene Mittelfeldakteur gegen Chelsea eine wesentliche Rolle und brachte die Münchner mit seinem Tor zum 2:2 in der Verlängerung ins Elfmeterschießen. "20, 30 Minuten habe ich keine Probleme, dann kommen immer wieder die Schwerzen", hatte Martinez nach der Partie gegen Chelsea geklagt.

Sammer klagt über spanischen Verband



Sportvorstand Matthias Sammer hatte sich nach Martinez' Rückkehr aus Ecuador über den spanischen Fußball-Verband RFEF beschwert. "Javi kam in einem Zustand zurück - da habe ich für den spanischen Verband überhaupt kein Verständnis. Das ist eine Zumutung, eine Unverschämtheit für diese Spieler", hatte Sammer kritisiert.

Das Bayern-Lazarett umfasst damit Martinez, Mario Götze (Kapselriss am rechten Sprunggelenk), Bastian Schweinsteiger (Gelenkstauchung und Kapselzerrung im rechten Sprunggelenk) und Arjen Robben (Kapselreizung im Knie). Robben reiste allerdings zum Nationalteam.