Olympique Marseille ist zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte und erstmals nach 18 Jahren wieder französischer Fußball-Meister.

Das Team von Trainer Didier Deschamps nutzte am Mittwochabend einen Patzer von Verfolger AJ Auxrerre und sicherte sich durch einen 3:1 (1:1) gegen Stade Rennen schon zwei Spieltage vor Saisonende den Titelgewinn.

Erste Meisterschaft seit 1992

Für Marseille ist es die erste Meisterschaft seit 1992, nachdem ihnen 1993 der Titel wegen Bestechung aberkannt worden war. Im gleichen Jahr hatte Olympique mit dem Gewinn der Champions League den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert, unter anderem mit Rudi Völler.

Den Führungstreffer von Gabriel Heinze (5.) glich Rennes' Jimmy Briand (38.) noch einmal aus. Doch nach dem Seitenwechsel machten Mamadou Niang (75.) und Lucho Gonzales (77.) mit einem Doppelschlag alles klar.

Lopez und Pjanic treffen für Lyon

Auxerre war zuvor bei der 1:2 (1:1)-Niederlage bei Olympique Lyon zwar durch Ireneusz Jelen in der 15. Minute in Führung gegangen, doch der siebenmalige Champion Lyon drehte die Partie noch duch ein Elfmetertor von Lisandro Lopez (45.+2) und Miralem Pjanic (87.).

Lyon rückte damit bei zwei noch ausstehenden Spielen mit 65 Zählern bis auf zwei Punkte an den zweiten Platz heran, der zur direkten Champions-League-Qualifikation berechtigt. Diese Position übernahm OSC Lille durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg beim FC Toulouse vor dem jetzt punktgleich auf Rang drei liegenden Team aus Auxerre. Der Tabellendritte darf in der Qualifikation zur Champions League starten.