Zusammenfassung

  • Mit vier Treffern schießt sich Mark Uth in die Hoffenheimer Herzen

  • Uth: "Wenn ich spielen darf, dann treffe ich"

  • Mannschaftskollegen sind voll des Lobes über ihren Torjäger

Köln – Eiskalt: Das ist das Attribut, das immer wieder fällt, wenn bei der TSG 1899 Hoffenheim über Mark Uth gesprochen wird. Kaltschnäuzig avancierte der 26-jährige Angreifer in den vergangenen Wochen zum Leistungsträger und Torjäger in einer Person. Was auch immer die Abwehrreihen der Bundesliga-Konkurrenz anstellten, Uth war kaum zu stoppen und hat sich durch seine Tore endgültig ins Rampenlicht geschossen.

"Wenn ich spielen darf, dann treffe ich", gibt der gebürtige Kölner, der besonders mit seinem Doppelpack gegen den FC Bayern München glänzte, selbstbewusst zu Protokoll, schiebt aber pflichtbewusst hinterher: "Es freut mich sehr, dass ich der Mannschaft so helfen kann", betont Uth die neue Wichtigkeit, die ihm im Kraichgau aktuell zufällt. Im Angriff ist der Linksfuß mittlerweile die erste Option, überzeugt im Zentrum sowie über die Außen und ist im Strafraum des Gegners stets brandgefährlich.

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Eine Qualität, die auch bei den Kollegen für Anerkennung sorgt. "Er ist ein sehr, sehr außergewöhnlicher Stürmer, der aus dem Nichts Tore machen kann", urteilt beispielsweise Nationalspieler Kerem Demirbay über den TSG-Stürmer. Auch Eugen Polanski ist voll des Lobes: "Er hat einen guten Lauf. Mittlerweile ist es Gang und Gäbe, dass er Tore macht, auch wenn er nicht so ganz im Spiel oder so präsent ist. Spricht aber auch für einen Torjäger, einfach mal dort zu stehen, wo man auch zu stehen hat. Das macht ihn zurzeit sicherlich noch besonderer als sonst", sagt der Hoffenheimer Kapitän.

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Nicht umsonst hält TSG-Coach Julian Nagelsmann große Stücke auf seinen Torjäger und schenkt ihm zunehmend das Vertrauen. "Mark ist ein bisschen fitter und wenn der Rhythmus da ist, bist du auch treffsicherer", erklärt der Trainer im Hinblick auf die Verletzungssorgen, die Uth in der vergangenen Saison bremsten. Nun aber ist der Angreifer, 2015 aus dem niederländischen Almelo nach Hoffenheim gewechselt, gesund und unumstrittene Stammkraft beim Bundesliga-Vierten der Vorsaison. "Er hat in den letzten Wochen einen sehr guten Lauf. Er ist vor dem Tor einfach eiskalt", hebt Nagelsmann besonders die Abschlussqualitäten seines Schützlings hervor.

"Mark ist ein sehr, sehr außergewöhnlicher Stürmer, der aus dem Nichts Tore machen kann." Kerem Demirbay

Diese Fähigkeiten wecken Begehrlichkeiten: Uths Vertrag läuft am Ende der Saison aus, bereits im Sommer gab es einige Offerten für den schussgewaltigen Torjäger. Sogar ein achtstelliges Angebot aus Italien habe der Verein abgelehnt, unterstreicht TSG-Sportchef Alexander Rosen die gestiegene Wertschätzung für den 26-jährigen Angreifer, dessen Verbleib in Hoffenheim weiter offen ist. Ins Rampenlicht hat sich Uth jedenfalls mit seiner Eiseskälte vor dem Tor gespielt.

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Lässt auch Bayern-Keeper Manuel Neuer alt aussehen: TSG-Torjäger Mark Uth © gettyimages / Alex Grimm

Auch im Notizbuch von Bundestrainer Joachim Löw soll der Rheinländer bereits stehen – eine Aussicht, die ihn nicht aus der Ruhe bringt: "Wer weiß, was passiert. Ich bin auf jeden Fall bereit", betont er. So bereit wie im Strafraum, wenn der Ball in seine Nähe gelangt und es die Abwehrreihen der Bundesliga-Konkurrenz mit der Angst bekommen. Viel Aufhebens um seine Person ist nicht Uths Sache. Er bleibt lieber eiskalt, nicht nur vor dem gegnerischen Tor.