Das Debüt von Mario Gomez in der Bundesliga verlief relativ unspektakulär. Der VfB Stuttgart unterlag am 32. Spieltag der Saison 2003/04 mit 1:2 beim Hamburger SV. Gomez kam in der 48. Minute für Imre Szabics in die Partie.

Und 22 Minuten später geschah etwas, das man heute nur noch selten bei "Super Mario" sieht. Der Angreifer tanzte HSV-Keeper Stefan Wächter aus und traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten. Eine vergebene Großchance - mittlerweile beinahe undenkbar bei "Mr. Zuverlässig".

Tore am Fließband

Den Durchbruch schaffte der Schwabe mit den spanischen Wurzeln 2006/07. Bei den "jungen Wilden" von Trainer Armin Veh mauserte sich Gomez schnell zum Anführer und Publikumsliebling. 14 Tore in 25 Spielen halfen dem VfB, zum dritten Mal die Meisterschaft zu gewinnen. Gomez wurde zusätzlich als "Deutschlands Fußballer des Jahres" ausgezeichnet.

Es folgten 19 Treffer in nur 25 Einsätzen in der Bundesliga 2007/08 und eine weitere Steigung in der darauf folgenden Spielzeit. 24 Mal netzte Gomez in 32 Spielen anno 2008/09 ein. Doch so schnell er die Erfolgsleiter auch hochkletterte, der Angreifer blieb bei allem Ehrgeiz bescheiden und zurückhaltend.

"Mein Vater hat mir gezeigt, was man mit Arbeit erreichen kann. Das prägt", sagt Gomez über sich und seinen Weg. Fußball und Familie - das sind die beiden großen Konstanten in seinem Leben. Dafür gibt Gomez seit jeher alles.

Alle wollten "Super Mario"

"Mario ist eine reife Persönlichkeit, der seine Ziele mit Vehemenz verfolgt. Er hat eine unglaubliche Ausstrahlung und es ist schwierig, bei ihm eine Schwäche auszumachen. Er hat unglaubliches Potenzial wie nur ganz wenige Stürmer in Europa", weiß auch Bundestrainer Joachim Löw.

Für Gomez gehörte es in der jüngeren Vergangenheit zum Alltag, dass bei den Heimspielen der Stuttgarter Scouts und Abgesandte der größten Clubs Europas saßen. Die Creme de la creme jagte den deutschen Stürmer. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Gomez dem Ruf der großen weiten Welt folgen würde.

Mit den Bayern Großes erreichen

Dass diese Welt nur 187 Kilometer südöstlich von Stuttgart sein würde, kam für einige Beobachter überraschend. Doch nur wenige Tage nach Ende der Saison 2008/09 machte Gomez seinen Wechsel zum FC Bayern München offiziell.

"Ich habe die wichtigste Entscheidung meiner Karriere getroffen", erklärte er anschließend gewohnt entspannt und souverän. "Ich sah keinen Grund und habe auch keine Lust gehabt, ins Ausland zu gehen. Die Bundesliga ist sehr attraktiv, und Bayern kann international mithalten."

Doch Gomez will - ebenso wie der deutsche Rekordmeister - nicht einfach nur international mithalten. Wie immer steckt sich Gomez hohe Ziele und wird akribisch an der Umsetzung arbeiten: "Ich habe in München Großes vor. Das ist ein gut geführter Club, mit dem ich viel gewinnen will - national und international. Ich will in meiner Karriere den nächsten Schritt machen.”

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