Doha - Der rechte Knöchel war leicht geschwollen, als Mario Gomez am Freitagmorgen in seinem Luxuszimmer im noblen Hotel Grand Heritage in Katar aufwachte. Doch schnell konnte der Torjäger des FC Bayern München Entwarnung geben. Dass er nicht mit der Mannschaft trainieren konnte, sei "eine reine Vorsichtsmaßnahme" gewesen.

"Man muss sich keine Sorgen machen. Ich habe mir nur das rechte Spunggelenk gestaucht." Am Samstagabend im ersten Testspiel des Jahres gegen Lekhwiya SC steht der Stürmer trotzdem nicht zur Verfügung, die Ärzte wollen kein Risiko eingehen. Geplant ist, dass der Nationalspieler am Sonntag wieder voll einsteigt.

Gomez war im Training in der Aspire Academy von Doha mit dem Fuß nach einem Kopfball falsch aufgekommen. Kurz waren Erinnerungen wach geworden: In der Hinrunde war der Angreifer drei Monate ausgefallen, weil er am linken Sprunggelenk operiert werden musste.

Gomez gibt sich gelassen



Erst im November war der Nationalspieler wieder zurückgekehrt, machte aber mit vier Toren in acht Pflichtspielen gleich einmal reichlich Werbung in eigener Sache. Im Kampf um einen Stammplatz im Bayern-Sturm dürfte sich Gomez dadurch auch einen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten Mario Mandzukic und Claudio Pizarro erarbeitet haben.

Doch große Ansprüche leitete Gomez im Trainingslager in Katar daraus nicht ab. "Ganz Europa beneidet uns um diesen Kader. Wir waren in der Hinrunde deshalb so stark, weil der Trainer wechseln konnte. Wir müssen parat stehen, wenn er uns bringt", meinte der treffsichere Stürmer.

"Wir lachen uns an"



Noch vor einigen Wochen hatte er sich weit offensiver geäußert. Es werde immer so getan, "als ob ich nicht konkurrenzfähig bin. Aber ich konkurriere seit Jahren mit sehr guten Stürmern und habe mich immer durchgesetzt. Ich werde mich auch dieses Mal wieder durchsetzen", hatte er nach seinem Comeback im November gesagt und angefügt: "Ich werde wieder treffen, wie ich will."

Dies hatte er zuletzt bereits angedeutet, dennoch verzichtete er am Freitag auf weitere Sprüche dieser Art. Er werde in den kommenden Wochen alles geben, "und Mario (Mandzukic, Anm. d. Red.) wird alles geben", sagte Gomez nur, "dann werden wir sehen". Der Konkurrenzkampf führe aber nicht dazu, "dass wir im Hotel über den Gang laufen und uns rempeln, wenn wir uns begegnen. Wir lachen uns an."