Köln - Gründe für eine Talfahrt in der Bundesliga sind meistens vielfältig. Bei Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach ist die erschreckende Zahl von 30 Gegentoren nach zehn Spieltagen sicher auch das Ergebnis ganzer Fehlerketten. Der Absturz der Borussen hat auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) seine Spuren hinterlassen.

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass das Vertrauen vieler OBM-Trainer in ihre Gladbacher Spieler gelitten hat: Die Zahl der Borussen-Profis in den Startformationen der virtuellen Teams hat nämlich abgenommen. Einzig bei Mittelfeldspieler Marco Reus zeigt die Tendenz seiner Startelfeinsätze nach oben.

Reus spielt für 11.477 OBM-Teams

Der 21-Jährige ist auch der mit Abstand begehrteste Borussia-Profi. Am 1. OBM-Spieltag zählte Reus zu 9.358 Mannschaften, am 10. Spieltag waren es bereits 11.477. An zweiter Stelle folgt Abwehr-Ass Dante, der bei 8.830 Verpflichtungen schon ein ganzes Stück hinter Reus zurückliegt.

Torhüter Logan Bailly, der bislang ganz sicher keine überragende Bundesliga-Saison spielt, gehört zwar 7.414 OBM-Teams an und ist damit nach Reus und Dante der drittbegehrteste Spieler des fünfmaligen deutschen Meisters. Aber schon am 1. OBM-Spieltag stand Bailly nur 1.584 Mal in der Startelf. Am 10. Bundesliga-Spieltag gehörte Bailly nicht dem Gladbacher Kader an, und seinen Vertreter Christopher Heimeroth stellten lediglich 196 OBM-Trainer ins Tor - ein weiteres Indiz für das angekratzte Vertrauen in die Borussen.

Borussen-Stürmer stagnieren

Mit 14 selbst geschossenen Toren steht das Team von Cheftrainer Michael Frontzeck vergleichsweise gar nicht so schlecht da. Allerdings fielen allein sechs Treffer beim 6:3-Auswärtssieg gegen Leverkusen, dem bislang einzigen "Dreier" der Borussen. Im OBM stagnieren bzw. fallen die Leistungen der beiden Top-Stürmer Mo Idrissou und Raul Bobadilla leicht ab.

Idrissou erreichte am 1. OBM-Spieltag in der Rangliste aller Stürmer Platz 20, Bobadilla Platz 22. Am 10. Spieltag war es Platz 22 für Idrissou und 27 für Bobadilla. Auch die Torquote der beiden Gladbacher könnte besser sein. Bobadilla traf zuletzt virtuell bei etwa 50 Prozent seiner Einsätze, bei Cacau (VfB Stuttgart) oder Eren Derdiyok (Bayer Leverkusen) lag die Trefferquote bei rund 80 Prozent.

Lichtblick Reus

Der Lichtblick in der Offensive heißt erneut Marco Reus. Der ehemalige Ahlener schnitt zuletzt sehr ordentlich mit Platz 16 unter allen Mittelfeldspielern ab. Am 1. OBM-Spieltag hatte es für Reus erst zu Platz 29 gereicht. Michael Bradley oder Thorben Marx schaffen solide Durchschnittswerte.

Keine Frage: Die Borussen, die aufgrund ihrer großen Fangemeinde im OBM eher zu den beliebten Spielern gehören, haben es virtuell im Moment auch nicht leicht. Es wird spannend zu beobachten, ob die Gladbacher in den kommenden schweren Bundesliga-Spielen (u.a. gegen den FC Bayern, Mainz 05 und Borussia Dortmund) auch den Abwärtstrend im OBM stoppen werden.