Frankfurt - Marcel Schäfer ist der dienstälteste Profi im Kader des VfL Wolfsburg. Der 30-Jährige aus Aschaffenburg wechselte im Sommer 2007 zu den Norddeutschen. In dieser Saison ist Schäfer kein Stammspieler mehr, aber immer da, wenn er gebraucht wird.

Nach dem Abpfiff des 1:1-Unentschiedens bei Eintracht Frankfurt erklärte er den Reportern, warum er sich auf Neuzugang Andre Schürrle freut, warum der VfL vor dem Heimspiel am kommenden Wochenende gegen die TSG Hoffenheim auf einem guten Weg ist und was seine Rolle in der Mannschaft ist.

Frage: Herr Schäfer, Sie haben sich mit ihrer Leistung für Startelfeinsätze empfohlen, oder?

Marcel Schäfer: Jeder Spieler will natürlich immer spielen, das ist in meiner Situation natürlich genau so. Aber ich weiß auch um die Stärken meines Konkurrenten - wobei: Konkurrent klingt so negativ, sagen wir lieber meines Freundes Ricardo Rodgriguez. Da muss man das natürlich ein bisschen anders bewerten.

Frage: Spüren Sie das Vertrauen des Trainers?

Schäfer: Ich glaube, der Trainer weiß, dass er sich unheimlich auf mich verlassen kann. Auch auf mehreren Positionen. Das war heute meine Aufgabe. Ein Freund von mir sagt immer: 'flanken, flanken, flanken'. Das genau habe ich heute wieder mal gemacht. Es macht halt jeder seinen Job, ich auch.

"Sind auf einem guten Weg"

Frage: Was hat Ihrem Spiel nach dem tollen 4:1 gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende, um in Frankfurt nachzulegen?

Schäfer: Ich glaube, nach so einer außergewöhnlichen Leistung wie gegen die Bayern ist die Erwartungshaltung sowohl von außen als auch uns selbst gegenüber ungemein hoch. Und es ist natürlich auch so, dass die Gegner sich auf uns einstellen. Man muss da einfach auch anerkennen, dass Frankfurt das ungemein gut gemacht hat.

Frage: Wie ordnen Sie das Spiel gegen Frankfurt denn ein?

Schäfer: Klar, das war nicht unser allerbestes Spiel. Und dennoch: Wenn man vier Punkte aus zwei Spielen holt, dann ist das zwar kein sehr guter Start in die Rückrunde, aber ein guter. Ich habe das Gefühl, dass wir auf einem guten Weg sind. Aber man darf nicht außer Acht lassen, dass wir harte Wochen hinter uns haben und ich glaube, wenn jemand vor drei Wochen gesagt hätte, wir holen vier Punkte aus zwei Spielen, wäre jeder zufrieden gewesen.

"Schürrle wird uns weiterbringen"

Frage: Wie sehen Sie die Verpflichtung von Andre Schürrle vom FC Chelsea, der in Frankfurt noch im Kader gefehlt hat?

Schäfer: Wir freuen uns alle auf Andre Schürrle! Ich glaube, dass er uns ungemein weiterbringt mit seinen Qualitäten. Das ist für den Verein und für uns als Mitspieler natürlich schön, wenn wir so einen Spieler dazubekommen. Solche Spieler helfen uns, unsere hohen Ziele und unsere hohen Ansprüche zu erreichen.

Aufgezeichnet von Tobias Schächter