Marcel Heller und Kapitän (l.) Aytac Sulu bei der Aufstiegsfeier der Lilien - © imago / Huebner
Marcel Heller und Kapitän (l.) Aytac Sulu bei der Aufstiegsfeier der Lilien - © imago / Huebner
Bundesliga

Marcel Heller - Zweite Chance genutzt

Köln - Mit Überraschungsaufsteiger SV Darmstadt 98 sorgt Marcel Heller derzeit in der Bundesliga für mächtig Furore. Und dabei war seine Karriere eigentlich schon vorbei.

"Schnell, schneller, Marcel Heller"

Die Stimmung am altehrwürdigen Böllenfalltor war eh schon prächtig. Nach 33 Jahren durfte der SV Darmstadt endlich wieder in der höchsten deutschen Spielklasse ran. In der 31. Minute explodierte das Stadion dann aber endgültig. Marcel Heller schnappte sich in der eigenen Hälfte nach einem Eckball für den Gegner die Kugel und rannte fast 60 Meter über den Platz bis hinein in den Strafraum der 96er. Dort vernaschte er noch Verteidiger Miiko Albornoz mit einem lässigen Haken und schlenzte das Spielgerät dann von halb links mit seinem starken Rechten sehenswert ins lange Eck. Ein Traumtor.

Doch es war eben viel mehr als nur ein Tor. Es war ein deutliches Ausrufezeichen eines Mannes, der eine zweite Chance bekommen hat und diese mit unbedingtem Willen nutzen möchte. Noch im gleichen Spiel erzielte er das 2:0, traf beim sensationellen 1:1 bei Borussia Dortmund und im Derby gegen den 1. FSV Mainz 05. Der Gesang “Schnell, schneller, Marcel Heller“ ist seitdem nicht nur in der Fankurve der Lilien am Böllenfalltor ein Begriff.

Die Karriere, des in Frechen im Rheinland geborenen Heller startete klassisch. Im Alter von sechs Jahren trat er dem 1. FC Quadrath-Ichendorf bei, kickte dort insgesamt zwölf Jahre. Anschließend ging es über die Stationen Bonner SC, Alemannia Aachen II und die Sportfreunde Siegen im Jahr 2007 zur Eintracht nach Frankfurt. Für den damals 21-Jährigen das ganz große Ding, ein Traum ging in Erfüllung. Sogar der damalige DFB-Sportdirektor Matthias Sammer gratulierte den Hessen zur Verpflichtung. "Von Heller bin ich begeistert. Die Eintracht kann stolz sein, so ein Talent in den Reihen zu haben.“

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