München - Wussten Sie schon, dass die Elfmeterschützen in der Hinrunde besonders treffsicher waren? Dass erneut ein Zuschauerrekord winkt? Oder dass immer weniger Fouls begangen werden? 153 Spiele der Saison 2011/12 sind absolviert - Zeit für eine ausführliche Hinrunden-Bilanz.

Im vierten Teil geht es um die historisch hohe Anzahl der eingesetzten deutschen Akteure. Die Systemfrage, die im Laufe der Saison immer wieder anders beantwortet wurde. Und um Trainer, die aus Abstiegskandidaten Spitzenteams geformt haben.

Deutsche Spieler trumpfen auf

In der Saison 08/09 waren nur noch 43 Prozent aller eingesetzten Spieler Deutsche - ein neuer historischer Saison-Minusrekord! Dieser Trend wurde in den letzten drei Spielzeiten gestoppt - der aktuelle Anteil der deutschen Spieler (49 Prozent) ist so hoch wie zuletzt vor elf Jahren (siehe Diagramm in der Bildergalerie). Auch der Toranteil der deutschen Spieler ist mit 41 Prozent so hoch wie zuletzt vor elf Jahren.

15 Teams hielten am Trainer fest

In der letzten Spielzeit haben 16 der 18 Bundesliga-Vereine die Hinrunde mit einem Trainer durchgezogen, aktuell haben noch 15 Teams den gleichen Trainer wie zu Saisonbeginn. Die Hertha und Markus Babbel trennten sich erst nach dem letzten Hinrundenspiel. Trainerwechsel gab es außerdem beim Hamburger SV und bei Schalke 04. In Hamburg saßen kurioserweise mit Oenning, Cardoso, Arnesen und Fink gleich vier verschiedene Trainer auf der Bank. Schalkes Ralf Rangnick trat nach dem 6. Spieltag zurück. Für beide Teams ging es nach den Trainerwechseln in der Tabelle deutlich nach oben: Der HSV kletterte vom letzten Tabellenplatz ins untere Mittelfeld, aktuell auf Platz 13, für Schalke 04 ging es von Platz 9 hoch bis in die Top 3 der Tabelle.

Erfolgsgaranten auf dem Trainerstuhl

Sehr deutlich wurde in dieser Saison einmal mehr, wie wichtig der richtige Trainer für den Erfolg ist. Die krassesten Beispiele findet man in Mönchengladbach, wo Lucien Favre mit dem gleichen Personal aus einem Abstiegskandidaten ein Spitzenteam formte, und beim HSV, der unter Michael Oenning nichts gewann und unter Thorsten Fink noch ungeschlagen ist.

4-4-2 mit Raute wieder im Kommen

Zu Saisonbeginn war die Taktik "4-2-3-1" unter den Trainern der Bundesliga das Nonplusultra. Im Laufe der Saison feierte aber das eigentlich schon altmodische 4-4-2-System mit einer Raute im Mittelfeld seine Wiederauferstehung. Nur Werder hatte konstant daran festgehalten. Zuletzt agierten Hannover 96, Schalke 04 und der FSV Mainz wieder damit.





Teil 1: Von Überfliegern und Spannungsbögen

Teil 2: Treffsichere Ballermänner und junge Burschen im Tor

Teil 3: Nervenstarke Elfmeterschützen, weniger Torschüsse