Felix Magath gegen seinen Ex-Club. Bei neun Trainerstationen keine seltene Konstellation und deswegen auch fast keine Besonderheit mehr.

Die große Ausnahme ist der Hamburger SV. Die Station, in der Magath nicht nur Trainer war, sondern auch als Spieler große Erfolge feierte. Sentimentalitäten gibt es keine, dafür großen Respekt.

"Hamburg hat mit dem 1:0-Sieg bei Celtic gezeigt, dass es eine absolute Topmannschaft auf europäischem Niveau ist", so Magath, der auf die 20 Bundesliga-Treffer der Hanseaten hinweist: "Die Mannschaft hat nicht nur gut getroffen, sondern sich die Tore auch schön herausgespielt."

Die nächste Serie

Dennoch soll es am Sonntagabend (ab 17 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) nicht nur etwas zum Staunen geben, sondern einen dreifachen Punktgewinn gegen den Spitzenclub der Bundesliga. Magath sieht seine Mannschaft aus gutem Grund nicht chancenlos.

"Wir müssen es nutzen, dass der HSV unter der Woche ein Spiel bestritten hat und zudem noch die Reise nach Glasgow in den Knochen hat", so Magath, für dessen Team es die nächste Serie zu knacken gibt.

HSV trainiert in Schottland

Nachdem die "Knappen" am vergangenen Bundesliga-Spieltag zum ersten Mal seit neun Jahren beim VfB Stuttgart gewinnen konnten, wollen sie nun auch am Sonntag den HSV schlagen, was zuhause zuletzt 2004 gelang. Magath: "Nachdem wir in Stuttgart die erste Serie geknackt haben, bietet sich nun die Möglichkeit, zu Hause auch die zweite Serie zu knacken. Mit dieser Vorgabe gehen wir in die Partie."

Um sich gewissenhaft auf die Partie auf Schalke vorzubereiten, hat sich HSV-Trainer Bruno Labbadia etwas besonderes einfallen lassen. Anstatt nach dem Celtic-Spiel sofort zurückzufliegen, blieb der HSV-Tross in Schottland und trainierte auch am Freitag in den Highlands. "Es geht Schlag auf Schlag. Genau deshalb haben wir uns dafür entschieden", so Labbadia.

Überhaupt: Glasgow war eine gute Schule, wie HSV-Abwehrchef Joris Mathijsen findet: "Ich erwarte ein ähnliches Spiel wie bei Celtic. Wir müssen erneut sehr diszipliniert sein und wenig zulassen. Es kommt wieder auf die mannschaftliche Geschlossenheit an. Ich denke, das haben wir gegen Celtic sehr gut gemacht."

Die voraussichtlichen Aufstellungen beider Mannschaften finden Sie !


VfL Bochum - Werder Bremen

Das Transferfenster ist geschlossen, wir vermelden dennoch einen Neuzugang! Drei Euro wechseln ins Phrasenschwein! Grund: Ein Spiel dauert 90 Minuten. Das ist die Weisheit, die Werder Bremen aus dem Spiel bei Austria Wien mit nach Bochum nimmt. 2:2 nach 2:0-Führung, die bis dato starke Defensive wackelte gewaltig.

"Es hat die letzte 100-prozentige Entschlossenheit gefehlt. Das darf uns nicht wieder passieren", so Bremens Clemens Fritz. Viel beschäftigen wollen sich die Bremer mit dem Europa-League-Spiel aber nicht. Die Konzentration gilt nun der Aufgabe in Bochum.

Bricht Wiese den Rekord?

"Wir können es nur gemeinsam über den Kampf schaffen. Dann kommt das Spielerische von allein", gibt Torsten Frings die Marschroute für Spiel vor. Für einen Bremer wird es eine ganz besondere Partie: Tim Wiese.

Der Bremer Torhüter könnte in Bochum den vereinsinternen Rekord von Oliver Reck brechen (641 Minuten). Bleibt Wiese 23 Spielminuten ohne Gegentor, hat er Reck überholt. "Wenn Tim bis zur 23. Minute kein Gegentor kassiert, werden wir das Spiel anhalten und eine Ehrung vornehmen.", flachst Geschäftsführer Klaus Allofs: "Tim steht immer im Tor, um Gegentreffer zu verhindern. Das ist also nichts Neues für ihn."

Heerwagen im Tor

Noch nichts Neues gibt es beim VfL Bochum, wie die endgültige Lösung in Sachen Trainerfrage lautet. Gegen Bremen wird abermals Frank Heinemann auf der Bank sitzen. Und auch eine weitere Personalie steht fest: "Philipp Heerwagen wird am Sonntag im Tor stehen, Andi Luthe sitzt auf der Bank", verriet Trainer Heinemann vor dem Spiel.

Definitiv nicht zur Verfügung stehen werden Daniel Imhof, der nach seinem dreifachen Wirbelkörperanbruch in dieser Woche erst ein paar Einheiten mit dem Ball absolviert hat und zudem das Lauf- dem Mannschaftstraining vorziehen muss. Auch Philipp Bönig mache nach seiner Schambeinentzündung laut Heinemann zwar "kleine Fortschritte", an einen Wettkampfeinsatz ist aber nach wie vor nicht zu denken.

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