Dortmund - Einen Treffer selbst erzielt, die beiden anderen Tore eingeleitet – Lukasz Piszczek war der Mann des Spiels beim souveränen 3:0-Erfolg von Borussia Dortmund über den VfL Wolfsburg. Dabei hat der polnische Nationalspieler eine ganz einfache Erklärung, warum er für die Borussia plötzlich zum Torjäger wird.

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Mit fünf Saisontoren hat Piszczek nicht nur seine persönliche Bestmarke übertroffen, sondern ist aktuell auch der torgefährlichste Verteidiger der Bundesliga. Kein Wunder, dass Thomas Tuchel nach dem Sieg zu einer wahren Lobeshymne auf seinen Rechtsverteidiger ansetzte, der mit 31 Jahren der älteste Borusse auf dem Platz war.

"Ich liebe ihn als Persönlichkeit, als Mensch. Er ist so professionell, total gewissenhaft und ein absolutes Vorbild, wie man es sich nur wünschen kann", schwärmte der Trainer. "Lukasz verkörpert alles, was den BVB auszeichnet und für was der BVB stehen soll."

Der gelobte Matchwinner selbst blieb im Interview nach dem Spiel gewohnt bescheiden und rückte lieber die gute Reaktion der Mannschaft nach der Auswärtsniederlage in Darmstadt in den Fokus.

Frage: Lukasz Piszczek, der Treffer gegen Wolfsburg war schon Ihr fünftes Saisontor. Haben Sie selbst eine Erklärung, warum Sie in dieser Saison so treffsicher sind?

Lukasz Piszczek: Ich bin vor allem bei Eckstößen vorne mit dabei und suche dann meine Chance. In dieser Saison funktioniert das irgendwie besser als in den Vorjahren. (lacht) Der Ball kommt einfach zu mir und dann versuche ich ihn auch reinzumachen.

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Frage: Hilft Ihnen die Routine?

Piszczek: (lacht) Das weiß ich nicht, das sehen wir dann ja in der nächsten Saison.

Frage: Wie gut hat der klare Sieg getan nach einer eher erfolglosen Woche mit den Niederlagen gegen Darmstadt und Lissabon?

Piszczek: Sehr gut! Es war extrem wichtig, dass wir als Mannschaft auf dem Platz eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben das Spiel kontrolliert und am Ende auch in der Höhe völlig verdient gewonnen.

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Frage: Wenn man die guten Leistungen in Lissabon und jetzt gegen Wolfsburg sieht, erscheint der Auftritt in Darmstadt noch merkwürdiger.

Piszczek: Die Darmstädter kämpfen um den Klassenerhalt und ihre Rettung in der Bundesliga. Sie sind auch keine Truppe, die nicht Fußball spielen kann. Es ist eben auch nicht selbstverständlich, dort hinzufahren und die drei Punkte einfach mitzunehmen. Aber natürlich müssten wir trotzdem gegen solche Mannschaften gewinnen. Daher war es gut und wichtig, dass wir uns spielerisch in Lissabon und gegen Wolfsburg gesteigert haben.

Frage: In Lissabon mangelte es noch an der Chancenverwertung, das war jetzt anders.

Piszczek: In Lissabon haben wir eine Menge Chancen liegenlassen. Das wollten wir jetzt unbedingt besser machen und haben es auch geschafft. Dieses Mal hatten wir unsere Möglichkeiten und haben drei Stück reingemacht. Einfach super von der ganzen Mannschaft.

Frage: Frankfurt hat verloren, Hertha nur einen Punkt geholt – der BVB steht jetzt wieder auf Rang drei der Tabelle.

Piszczek: Die Ergebnisse sind natürlich sehr gut für uns. Aber wir müssen vor allem auf uns selbst schauen und unsere Punkte sammeln. Wenn wir das machen, dann müssen wir auch nicht so viel auf die anderen Mannschaften gucken.

Aufgezeichnet von Dietmar Nolte