Zusammenfassung

  • 2011 sorgte Piszczek auf dem Weg zum Titel ebenfalls für einen wichtigen 2:1-Sieg in Mainz

  • "Der Vorsprung auf die Bayern spielt momentan keine Rolle", so Piszczek zur Tabelle

  • Der Pole lobt auch den breiten Kader und die starken Joker

Mainz - Und dann sprintete Lukasz Piszczek sofort jubelnd in die Kurve. Gerade hatte der Routinier den Ball zum 2:1-Siegtreffer für Borussia Dortmund beim 1. FSV Mainz 05 in den Winkel gesetzt und so die Tabellenführung der Westfalen untermauert. Nach den ersten zwölf Spieltagen ist die Borussia immer noch ungeschlagen – das gab es noch nie in der Vereinsgeschichte des BVB. Routinier Piszczek sprach nach dem wichtigen Erfolg über die Situation in der Tabelle, Dortmunds Super-Joker und warum sein Siegtreffer in Mainz vielleicht ein gutes Omen für die Saison ist.

Frage: Wie wichtig war dieser Erfolg?

Lukasz Piszczek: Das wissen wir nach der Saison. Aber ich hoffe, es ist ein gutes Omen für uns, ich habe 2011 auch in Mainz in letzter Sekunde den Siegtreffer zum 2:1 geschossen (damals wurde Dortmund Deutscher Meister; Anm. d. Red.). Wir müssen weiter so gut spielen wie bisher, denn wir jetzt aufhören so gut zu spielen, dann bringt es uns nichts.

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Frage: Sie haben einen Vereinsrekord aufgestellt heute mit zwölf ungeschlagenen Spielen. Trotzdem war es ein hartes Stück Arbeit, oder?

Piszczek: Auf jeden Fall, ich denke, das wird noch oft so sein. Mainz hat gut verteidigt, wir haben lange unser Spiel nicht so gefunden. Dann aber kam Paco Alcacer rein und hat sofort das Tor gemacht. Dann haben wir aber gleich den Ausgleich bekommen und ja, am Ende habe ich das Siegtor gemacht. Aber wir mussten bis zum Ende kämpfen, es war nicht einfach. Gott sei Dank haben wir gewonnen.

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Frage: Wollten Sie den Ball bei Ihrem Tor genau so ins Tor schießen?

Piszczek: Ich habe versucht daneben zu schießen. (lacht) Nein, beim ersten Mal wurde ich geblockt, dann schaue ich, wo der Torwart steht. Zuerst wollte ich ins lange Eck schießen, aber der Torwart war da auf dem Weg und ich habe sofort umgestellt und dann ins kurze Eck geschossen. Und dann ist es so passiert.

© gettyimages / Matthias Hangst

Frage: Es sah fast aus wie beim Tipp Kick...

Piszczek: (lacht) Ja, ich habe einfach versucht, eine Ecke zu treffen, Gott sei Dank hat es geklappt.

Frage: Kurz vor Schluss gab es großen Jubel aus dem Gästeblock, nachdem das 3:3 von Düsseldorf in München eingeblendet wurde. Kriegt man so etwas mit auf dem Platz?

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Piszczek: Nein, das habe ich nicht mitbekommen.

Frage: Ehrlich nicht?

Piszczek: Ja, wirklich. Am Ende war es total spannend, die Mainzer schickten immer mehr Leute nach vorne. Wir musste bis zum Ende verteidigen, da habe ich das nicht mitgekriegt.

Frage: Sie haben jetzt neun Punkte Vorsprung auf die Bayern. In wie weit ist der Titel denn schon im Hinterkopf?

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Piszczek: Momentan spielt das keine Rolle, weil es gibt noch andere gute Mannschaften in der Bundesliga, wie Frankfurt oder Leipzig, die derzeit auch sehr gut spielen. Deswegen müssen wir weiter konzentriert bleiben.

Frage: Aber es ist schon eine Qualität, wenn man nach einer Stunde den besten Stürmer bringen kann, und der dann auch trifft.

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Piszczek: Ja, das zeichnet uns aus. Es ist ja nicht das erste Mal in dieser Saison, dass Spieler von der Bank kommen und Tore machen (der BVB hat bereits zwölf Jokertore erzielt; Anm. d. Red.). Das ist eine Qualität, die wir haben, egal, wer von der Bank kommt, er hilft uns weiter, Und das ist ein sehr gutes Gefühl.

Frage: Die Mannschaft hat nach dem Spiel von den Fans Schals bekommen.

Piszczek: Ja, das stimmt, die haben vor dem Spiel Fotos gemacht mit diesen Schals, die wollten mit uns so feiern.

Aus Mainz berichtet Tobias Schächter