Löw verzichtet auf Ballack

Frankfurt/Main - 17 WM-Teilnehmer stehen im 21-köpfigen Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft, das Bundestrainer Joachim Löw für die beiden EM-Qualifikationsspiele am 3. September 2010 gegen Belgien in Brüssel und am 7. September 2010 gegen Aserbaidschan in Köln nominiert hat. Außerdem gehören Rene Adler, Heiko Westermann, Christian Träsch und Sascha Riether dem Kader an. Nicht nominiert hat der Bundestrainer Michael Ballack.

"Wir streben natürlich einen erfolgreichen Start in die EM-Qualifikation an und wollen in beiden Begegnungen an unsere Leistungen bei der WM anknüpfen", äußert Löw vor den Aufeinandertreffen mit Belgien und Aserbaidschan.

Adler wieder dabei

Wie bereits zuvor angekündigt hat der Bundestrainer wie immer bei Doppel-Spieltagen drei Torhüter berufen. Neben Manuel Neuer und Tim Wiese, die in Südafrika dabei waren, wurde Rene Adler eingeladen. "Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dass Rene Adler zurückkehrt. Nach seiner Operation hat er in seinen bisherigen Einsätzen im Verein unter Beweis gestellt, dass er in guter Form ist", erklärt Löw.

Grundsätzlich macht er deutlich: "Nach dem Saisonauftakt mit dem Länderspiel in Dänemark, das aus terminlichen Gründen unter besonderen Vorzeichen stand, starten wir nun mit unserem Team in eine neue Etappe. So schön die Lobeshymnen auf unsere WM-Auftritte waren, für alle beginnt der nächste Abschnitt mit interessanten Herausforderungen. Wie schon nach der EURO 2008 sehe ich im Leistungsprinzip einen wichtigen Faktor, damit eine weitere Steigerung unserer Mannschaft möglich ist."

"Gutes und vertrauensvolles Gespräch" mit Ballack

Von den 23 Akteuren, die dem WM-Kader angehörten, stehen Arne Friedrich, Jerome Boateng, Piotr Trochowski und Dennis Aogo aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung, Serdar Tasci wurde wegen fehlender Spielpraxis nicht nominiert. Ebenfalls verletzt ist Thomas Hitzlsperger, der in Dänemark die DFB-Auswahl als Kapitän aufs Feld führte. Wieder nominiert wurde Sascha Riether, der in Kopenhagen seine Länderspiel-Premiere feierte. Außerdem stehen Heiko Westermann und Christian Träsch, die wegen Verletzung aus dem erweiterten WM-Kader ausscheiden mussten, im Aufgebot für die Spiele in Brüssel und Köln.

Verzichtet hat Joachim Löw darauf, Michael Ballack einzuladen. Nach einem Telefonat zwischen beiden in dieser Woche bestand Einigkeit darin, dass der 98-fache Nationalspieler nicht dem Aufgebot angehört. Löw betont: "Es war ein gutes und vertrauensvolles Gespräch. Michael ist drei Monate nach seiner schweren Verletzung auf einem guten Weg und alle sind mit dem Genesungsprozess zufrieden. Wichtig wird nun sein, dass er in den nächsten Wochen in Leverkusen zu seiner optimalen Form zurückfindet."