Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack werden sich so schnell wie möglich treffen und ein Vier-Augen-Gespräch führen. Weitere Details werden derzeit nicht bekannt gegeben.

Dies wurde am Donnerstagabend in einem Telefonat zwischen beiden vereinbart. Nach einer Kontaktaufnahme von Löw am Donnerstagmittag hatte sich Ballack am Abend bei ihm gemeldet.

Löw "maßlos enttäuscht"

Als Konsequenz aus den Äußerungen von Ballack in einem FAZ-Interview hatte der Bundestrainer am Mittwoch angekündigt, dass er den Nationalmannschaftskapitän zu einem Vier-Augen-Gespräch in Deutschland treffen will. Gleichzeitig hatte der Bundestrainer deutlich gemacht, dass er die künftige Rolle von Ballack in der Nationalmannschaft vom Inhalt der Unterredung abhängig machen wird.

Löw hatte am Mittwoch zur aktuellen Situation geäußert: "Ich werde mit Michael Ballack telefonieren und ihn zu einem Gespräch in Deutschland auffordern, um ihm zu sagen, dass ich von dem Weg, den er gewählt hat, maßlos enttäuscht bin und die inhaltlichen Aussagen von ihm nicht akzeptabel sind. Ich lasse mir das nicht gefallen und werde auf diese Unterredung bestehen. Alles Weitere wird man dann sehen, meine Entscheidung hängt dann auch vom Verlauf dieses Gesprächs ab."

Der Bundestrainer weiter: "Wir haben Michael Ballack in der Vergangenheit des Öfteren dazu aufgefordert, als Kapitän die Dinge anzusprechen, die er kritisch oder anders sieht. Dass er nun den Weg über die Medien mit seiner Kritik an unserer Arbeit gewählt hat, ist schlichtweg falsch und nicht nachzuvollziehen."