Felix Magath hat Zeit während der Länderspielpause. Er hatte sogar so viel Zeit, dem Comedian Oliver Pocher zu zeigen, wie eine typische Trainingsstunde bei ihm aussieht.

Pocher durfte für seine Sendung "Schmidt und Pocher" am eigenen Leib erfahren, was dran ist an Magaths Ruf als "Quälix". Mit einem breiten Grinsen im Gesicht brachte der Wolfsburger Trainer den Komiker schnell an die Grenzen seiner körperlichen Belastbarkeit.

Dzeko und Misimovic treffen

Magath wirkte bei diesem TV-Auftritt erstaunlich gelassen und locker, obwohl ihm die zweiwöchige Pause in der Bundesliga denkbar ungelegen gekommen sein dürfte. An die Serie von sieben Siegen in Folge hätte Magath sicherlich gerne das Spiel gegen den FC Bayern noch direkt drangehängt, bevor er seine Spieler zu den ihren Nationalteams - teilweise um die halbe Welt - reisen ließ.

Aber der Coach muss sich keine Sorgen machen, dass die Spieler aus dem Tritt kommen. Seine beiden Offensivkräfte Edin Dzeko und Zvjezdan Misimovic haben auch in der bosnischen Nationalmannschaft bewiesen, dass sie in Topform sind. Beim 4:2-Sieg im Qualifikationsspiel gegen Belgien steuerten beide jeweils einen Treffer bei.

Wenig Zeit zur Vorbereitung

Auch Kapitän Josue kam bei der brasilianischen "Selecao" zum Einsatz, genauso wie Diego Benaglio, der den Kasten der Schweizer beim 2:0-Sieg über Moldawien sauber hielt. Und auch die beiden Japaner im Team der "Wölfe", Makoto Hasebe und Yoshito Okubo, bekamen Spielpraxis in der Partie gegen den Bahrain.

Einige Wolfsburegr Profis müssen am Dienstag und Mittwoch noch ein weiteres Länderspiel bestreiten und werden erst am Donnerstag nach Wolfsburg zurückkehren. Dem Strategen Magath bleibt also nur wenig Zeit, seine Truppe auf die wichtige Partie gegen die Bayern vorzubereiten.

"Wer am Samstag gewinnt wird Meister"

Im Interview mit der Bild-Zeitung stimmte der Trainer der Aussage zu, dass derjenige das Rennen um den Titel machen wird, der das Spiel am Samstag gewinnt - allerdings nur was die Bayern betrifft: "Wenn wir gewinnen sehe ich darin noch keine Meisterschaft", erklärte der Coach. Mit dieser Aussage wolle er sein Team nicht kleinreden, sondern den Spielern den Druck nehmen, damit sie unbelastet in die entscheidende Phase der Saison gehen können.

Lob gab es derweil vom früheren Coach des deutschen Rekordmeisters - Ottmar Hitzfeld. Er traut den Wolfsburgern den großen Wurf zu. Im Interview mit dem DSF gab Hitzfeld zu, dass es für ihn eine kleine Sensation sei, dass das Team punktgleich mit den Bayern auf dem zweiten Platz der Tabelle stehe. Aber er erkärte auch: "Felix Magath hat den Traum, mit Wolfsburg Deutscher Meister zu werden, und seine Mannschaft ist auch für mich ein Favorit auf den Titel."