Der neue Kapitän des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger, äußert sich im Interview zu den Pfiffen und Unmutsäußerungen gegen Danijel Ljuboja.

Frage: Thomas Hitzlsperger, nach dem Spiel gegen Ramenskoje gab es von einem Teil der VfB-Fans Pfiffe und andere Unmutsäußerungen gegen Danijel Ljuboja. Wie bewerten Sie als Mannschaftskapitän diese Vorfälle?

Thomas Hitzlsperger: Das war für alle Beteiligten eine sehr unschöne Situation. Wir haben in den vergangenen Wochen sehr intensiv gearbeitet und blicken mit großer Vorfreude der neuen Saison entgegen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft und innerhalb des gesamten Vereins ist gut und wir haben alle das gemeinsame Ziel, konstanter und erfolgreicher aufzutreten als in der nicht immer einfachen Spielzeit 07/08. Dazu ist die Unterstützung unserer Fans eminent wichtig.

Frage: Können Sie die Fans ein Stück weit verstehen? Das Verhältnis von Danijel Ljuboja zum VfB war nicht immer ganz unproblematisch.

Hitzlsperger: Natürlich gab es in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit Unstimmigkeiten. Und es geht auch nicht darum, den Fans ihre Meinung zu verbieten. Das können und wollen wir nicht. Fakt ist aber auch, dass sich Danijel entschuldigt hat und seit dem ersten Tag der Vorbereitung mit vollem Einsatz bei der Sache ist. Er verhält sich tadellos und ist alles andere als ein Unruhestifter.

Frage: Erwarten Sie bei den kommenden Spielen weitere Pfiffe gegen Danijel Ljuboja?

Hitzlsperger: Ich wünsche mir auch weiterhin einen offenen Dialog mit unseren Fans. Jeder Stadionbesucher hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Wichtig ist aber immer, dass wir unser gemeinsames Ziel nicht aus den Augen verlieren. Wir haben einen guten Kader und sind heiß darauf, dass es jetzt wieder losgeht. Und ich kann mich nur wiederholen: Pfiffe gegen einzelne Spieler verunsichern immer auch die gesamte Mannschaft.