Investoren dürfen auch künftig nicht die Stimmen-Mehrheit an den Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga kaufen. Die Mitgliederversammlung des Ligaverbandes hat heute einen Antrag von Hannover 96 zur Aufhebung der so genannten 50+1-Regelung mit nur einer Gegenstimme bei drei Enthaltungen abgelehnt.

Vorausgegangen war eine sachliche Diskussion unter den Vereinen und Kapitalgesellschaften, die sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit der Thematik beschäftigt hatte.

"Die Bundesliga bleibt sich treu"

"Das Ergebnis ist an Klarheit nicht zu überbieten. Die Bundesliga bleibt sich treu und setzt weiter auf die Faktoren, die in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend zum Erfolg des deutschen Profi-Fußballs beigetragen haben: Stabilität, Kontinuität und die Nähe zum Fan", sagt Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball:

"Angesichts der Deutlichkeit des Abstimmungsergebnisses gilt es nun, die getroffene Entscheidung im Sinne der Solidargemeinschaft zu akzeptieren. Zumal wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht haben: Der heutigen Abstimmung lag ein langer Meinungsbildungsprozess zu Grunde, bei dem die Clubs unter anderem durch verschiedene wissenschaftliche Gutachten und einen Workshop unterstützt wurden."

Gleichzeitig lehnten die Clubs auch einen Antrag des FSV Frankfurt ab, den Ligavorstand mit der Entwicklung von Alternativmodellen zu beauftragen, die sich am Vorschlag von Hannover 96 orientieren. Der FC Schalke 04 zog seinen Antrag zur Einführung von Gehaltsobergrenzen zurück. Für eine Änderung oder Abschaffung der 50+1-Regel wäre eine Zweidrittel-Mehrheit nötig gewesen, die dann vom DFB-Bundestag mit dem gleichen Stimmenverhältnis hätte bestätigt werden müssen.