Bundesliga

Bailey, Arp, Jovic und Co: Die Liga der kommenden Stars

Köln – Die UEFA veröffentlichte jüngst eine Liste von 50 europäischen Top-Talenten, die im Jahr 2018 den ganz großen Durchbruch schaffen könnten. Die Bundesliga stellte dabei mit acht Akteuren die meisten Spieler. bundesliga.de wirft einen Blick auf die Hoffnungsträger.

Leon Bailey (Bayer 04 Leverkusen)

>>> Zum Artikel auf uefa.com: "50 for the future"

Die UEFA bestätigt damit den Trend, dass die Bundesliga die Liga der kommenden Stars ist. So nehmen die acht Spieler aus Deutschland mit Abstand den größten Anteil in der Liste der Rohdiamanten ein, gefolgt von der italienischen Serie A (6 Spieler), der französischen Ligue 1 (5), der niederländischen Eredivisie (4), der spanischen La Liga (4) und der englischen Premier League (3).

Wobei zumindest einiger der genannten Bundesliga-Talente dem Status "Rohdiamant" eigentlich längst entwachsen sind, wie zum Beispiel...

"Fast so schnell wie sein Kumpel Usain Bolt" urteilt die UEFA. Doch Bailey ist weit mehr als das: Seine Dribblings sind kaum zu verteidigen, seine Schüsse extrem scharf und präzise. An sagenhaften 94 Leverkusener Torschüssen war Bailey direkt beteiligt, ligaweit drittbester Wert. Mit seinen acht Saisontoren ist er außerdem der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bundesliga, hinzu kommen noch fünf Torvorlagen. Keine Frage: Leon Bailey ist nicht nur ein Top-Talent, sondern aktuell auch der neue Superstar der Bundesliga.

Video: Leon Bailey – der neue Superstar

Dayot Upamecano (RB Leipzig)

Im zarten Alter von 19 Jahren ist der Franzose bereits absoluter Stammspieler in der Innenverteidigung des Vizemeisters. Upamecano überzeugt durch seine robuste Zweikampfführung und zählt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 34,4 km/h zu den schnellsten Spielern der Bundesliga.

Fiete Arp (Hamburger SV)

"Eine der größten Hoffnungen seines Landes", schreibt die UEFA über den Hamburger, der als jüngster Torschütze in die HSV-Historie einging. Und wer ihn schon mal spielen gesehen hat, wird bestätigen können, dass Mittelstürmer wie Arp nun wirklich nicht auf Bäumen wachsen. Vor allem die extreme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor beeindruckte beim inzwischen 18-Jährigen (zwei Saisontore), der zuletzt jedoch wegen einer Grippe und Abiturstress ein wenig kürzer treten musste.

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Benjamin Pavard (VfB Stuttgart)

Der 21-Jährige ist einer von sechs Feldspielern, die 2017/18 noch keine Minute verpasst haben. Pavard ist aber nicht nur Dauerbrenner, sondern mit durchschnittlich 78 Ballbesitzphasen pro Partie auch absoluter Ballmagnet. Darüber hinaus ist er äußerst flexibel einsetzbar, kann als Innenverteidiger, Rechtsverteidiger oder im defensiven Mittelfeld agieren. Zur Belohnung wurde er im vergangenen November erstmals für die französische A-Nationalmannschaft berufen.

Felix Uduokhai (VfL Wolfsburg)

Im Sommer von Zweitliga-Absteiger TSV 1860 München gekommen, hat sich der 20-Jährige direkt beim VfL Wolfsburg als Stammspieler durchgesetzt. Und das bei einigermaßen großer Konkurrenz auf der Innenverteidiger-Position (John Brooks, Jeffrey Bruma, Robin Knoche, Marcel Tisserand). Mit einer Fehlpassquote von nur zehn Prozent strahlt Uduokhai am Ball eine absolute Ruhe aus. Am 9. Spieltag durfte er schließlich gegen Hoffenheim seinen ersten Bundesliga-Treffer bejubeln.

Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

Bei der Eintracht ist der 20-Jährige Serbe zwar nur Edel-Joker, dafür macht ihm in dieser Rolle ligaweit so schnell keiner was vor. Jovic hat in 271 Einsatzminuten schon vier Tore erzielt, trifft demnach alle 67 Minuten. Damit ist er in dieser Statistik sogar besser als Robert Lewandowski. Seine drei Jokertore sind gemeinsam mit Leon Baiey und Hannovers Niclas Füllkrug Bestwert.

Karol Herrmann

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