München - Mission: So schnell wie möglich einen Haken hinter die erste Heimniederlage des FC Bayern München in dieser Saison machen. "Das war kein schöner Tag für uns, aber sowas passiert. Ich hoffe, dass das Spiel von heute am Samstag gegen den BVB keine Rolle mehr spielt", sagte Robert Lewandowski nach dem 1:2 gegen den 1. FSV Mainz 05. Die volle Konzentration gilt nun dem Klassiker bei Borussia Dortmund.

In der Offensive fehlte dem Rekordmeister gegen die kompakte Fünferkette der 05er oftmals die zündende Idee. In der Defensive ließen sich die Bayern zwei Mal eiskalt auskontern. „"Ich weiß, dass wir am Samstag viel, viel besser spielen werden. Und effektiver", kündigte Lewandowski an. Während die Mainzer aus gerade einmal fünf Torschüssen zwei Tore produzierten (Topdaten), nutzten die Münchner nur einen ihrer 16 Abschlüsse.

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Lewandowski kündigt mehr Effektivität an

Torschütze war Arjen Robben - ausnahmsweise mal nicht Lewandowski. Der mit 23 Saisontoren beste Torjäger der Bundesliga (Infografik: Lewandowski trifft gegen alle), der allein in der Rückrunde zuvor bereits acht Mal getroffen hatte, gab gegen Mainz nur zwei harmlose Torschüsse ab. An alter Wirkungsstätte in Dortmund soll es für Lewandowski wieder besser laufen - seine persönliche Bilanz in den Partien gegen seine Ex-Kollegen spricht dafür. Drei Mal traf der polnische Nationalspieler seit seinem Wechsel 2014 zu den Bayern mit seinem neuen Club in der Bundesliga auf den BVB, drei Mal gewannen die Münchner - Lewandowski traf dabei immer. Beim 5:1-Sieg im Hinspiel schnürte der 27-Jährige sogar einen Doppelpack.

"Wir müssen bis zum Ende kämpfen"

Dank des Erfolgs baute der Tabellenführer aus München damals seinen Vorsprung auf den Verfolger aus Dortmund auf sieben Punkte aus. Der zwischenzeitlich auf acht Zähler angewachsene Abstand schrumpfte nun jedoch nach dem Dämpfer gegen Mainz auf fünf Punkte - was dem Klassiker zusätzliche Brisanz verleiht . "Wir wussten vorher, dass das Spiel gegen Dortmund sehr wichtig werden wird -  egal wie viele Punkte wir Vorsprung haben“, sagte Lewandowski. "Ich hoffe, dass es nach dem Spiel mindestens fünf oder wieder acht Punkte sind."

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Im Kampf um den ersehnten vierten Meistertitel in Folge wäre ein Sieg beim Rivalen aus dem Revier ein Big Point. Doch Lewandowski hält den Ball flach: "Bis zum Ende der Saison ist es noch ein langer Weg. Egal, was in Dortmund passiert, wir müssen bis zum Ende kämpfen." Dank der sich zunehmend entspannenden Personalsituation sind die Bayern für diesen Kampf mittlerweile wieder besser gerüstet.

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Treffen der Toptorjäger

Vor allem in der Offensive. Gegen Mainz standen erstmals seit über einem Jahr wieder Franck Ribery und Arjen Robben gemeinsam in der Startelf. Und zuletzt gehörte auch Mario Götze, der seine bislang letzte Bundesligapartie im Hinspiel gegen seinen Ex-Club aus Dortmund bestritt, nach seiner Muskelverletzung wieder zum Bayern-Kader. Die Voraussetzungen für eine Offensivgala am Samstag sind vielversprechend - die Dortmunder stehen dem in nichts nach, schließlich stehen sich die beiden stärksten Offensivreihen (jeweils 59 Tore) gegenüber.

Das Duell der beiden Toptorjäger Lewandowski (23 Tore) und Pierre-Emerick Aubameyang (22) überstrahlt dabei alles. Über seinen Kontrahenten aus Dortmund verliert Lewandowski im Vorfeld nur Positives. "Ich kenne ihn sehr gut, er ist ein super Spieler. Die Verteidiger müssen immer auf ihn aufpassen", sagt der Bayern-Star und warnt zugleich: "Der BVB ist nicht nur Aubameyang. Da gibt es noch ganz andere gute Spieler. Die ganze Mannschaft spielt im Moment sehr gut." Lewandowski sieht sein Team dennoch im Vorteil: "Ich hoffe, dass wir so spielen, dass Pierre nichts zu Jubeln hat."

Aus München berichtet Maximilian Lotz