Zusammenfassung

  • Vor dem Klassiker gegen seinen Ex-Club Dortmund ist Robert Lewandowski hoch motiviert
  • Der FCB-Stürmer trifft besonders gerne gegen den BVB
  • Lewandowski: "Dortmund ist gut in Form, aber wir haben auch klasse Spieler"

München - Er ist der Experte für diese Begegnung und das Funkeln in seinen Augen verrät, wie sehr Robert Lewandowski dem Klassiker entgegenfiebert. "Das wird ein interessantes Spiel", sagt der Torjäger des FC Bayern München während ein Lächeln über seine Lippen huscht. Keine Frage, in die Bundesliga-Partie bei seinem Ex-Club Borussia Dortmund geht "Mr. Klassiker" besonders motiviert.

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In den vergangenen Jahren hat Lewandowski das Aufeinandertreffen der beiden Topteams geprägt, wie kein anderer. Jeweils acht Mal lief der Angreifer in der Bundesliga für beide Teams im Klassiker auf. Seit 2014 gelangen ihm allein für die Bayern dabei zehn Tore, in den vier Jahren zuvor im Trikot der Schwarz-Gelben war er ein Mal gegen die Münchner erfolgreich. Macht in Summe: elf Klassiker-Tore. Bis zum Rekordhalter Gerd Müller fehlen Lewandowski noch drei.

Lewandowski: "Wir haben auch klasse Spieler"

Genauso viele Treffer markierte der Bayern-Star beim bislang letzten Duell im März, als der Rekordmeister die Westfalen in der Allianz Arena mit 6:0 abfertigte. Doch aktuell sind die Vorzeichen andere, das weiß auch Lewandowski. "Dortmund ist gut in Form, die spielen auch super", sagt der 30-Jährige über den noch ungeschlagenen Tabellenführer, "aber wir wissen auch, dass wir gut spielen können. Wir haben auch klasse Spieler, wir können immer individuell etwas machen."

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Allein seine Klasse ist es, die den Unterschied ausmachen kann. Mit fünf Toren und drei Vorlagen ist Lewandowski auch in der laufenden Saison Bayerns Bester im Sturm. Vor allem auswärts läuft es für ihn. Mit Ausnahme der Niederlage in Berlin, zugleich dem einzig torlosen Spiel der Bayern in der Fremde, war Lewandowski in jedem Auswärtsspiel in dieser Saison an mindestens einem FCB-Tor direkt beteiligt.

James: Lewandowski hilft uns enorm

"Wenn er gut spielt, dann ist das gut für Bayern. Das hilft uns enorm", sagte James Rodriguez nach dem 3:1-Sieg beim VfL Wolfsburg. Mit einem Doppelpack und der Vorlage zum dritten Tor war Lewandowski dabei der entscheidende Faktor. In der momentanen Phase, in der die Bayern etwas auf der Suche nach spielerischer Leichtigkeit sind, geht er an vorderster Front voran. "Wenn es nicht so läuft, wie es alle möchten, dann musst du einfach geduldig bleiben und kleine Schritte machen. Wenn es dann läuft, kannst du noch etwas dazugeben", sagt Lewandowski.

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Hinter ihm liegt ein Sommer, der für den Kapitän der polnischen Nationalmannschaft nicht nach Wunsch verlief, schließlich schied er mit seinem Team bei der WM in Russland schon in der Vorrunde aus. Doch sein Blick ging immer nach vorne. Er habe sich einfach auf dem Platz auf Fußball fokussieren und Tore schießen wollen, erklärte Lewandowski am Mittwoch sein wochenlanges Schweigen.

Lewandowski schießt sich für Dortmund warm

Der Plan ging bislang auf. In der Champions League führte er mit einem Doppelpack die Bayern gegen AEK Athen zu einem 2:0-Sieg und stimmte sich damit schon mal für den Klassiker am Samstag im Signal-Iduna-Park ein. "Es freut mich natürlich für Lewy, wobei er schon die ganze Saison ein sehr wichtiger Spieler für uns ist", verteilte sein Cheftrainer Niko Kovac anschließend ein Sonderlob an Lewandowski.

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Auch im Topspiel beim Spitzenreiter wird es wieder auf ihn ankommen, zumal Kovac die Dortmunder im Unterschied zu den jüngsten Gegnern der Bayern deutlich offensiver erwartet. "Ich wünsche mir, dass der Gegner offener nach vorne spielt. Sollte das passieren, glaube ich schon, dass wir auch die Räume finden werden, die uns dann Möglichkeit geben, Tore zu erzielen." Und um diese Chancen auch zu nutzen, hat er in Lewandowski ohnehin den Experten in seinen Reihen.

Aus München berichtet Maximilian Lotz