Dortmund - Vier Jahre und drei Monate ist es her, seit Michael Ballack Abschied vom FC Bayern München und der Bundesliga-Bühne nahm. Im Sommer kehrte der Nationalmannschaftskapitän vom FC Chelsea zurück und wurde bei Bayer Leverkusen mit offenen Armen empfangen.

Am Sonntag (ab 17 Uhr im Live-Ticker) wird der 33-Jährige beim Bundesliga-Auftakt bei Borussia Dortmund sein Comeback im deutschen Fußball-Oberhaus geben.

"Wir haben noch eine Rechnung offen"

In Leverkusen will es Ballack den Skeptikern noch einmal beweisen. Nach seiner langen Verletzungspause (Syndesmoseriss) im englischen Pokalfinale mit Chelsea gegen den FC Portsmouth und der verpassten WM in Südafrika gab er ein 45-minütiges Comeback im Bayer-Trikot beim 3:0 im Play-off-Hinspiel der Europa League gegen Tawrija Simferopol (Ukraine) und traf sogar in der Nachspielzeit per Elfmeter.

In Dortmund steht Ballack vermutlich in der Anfangself und soll helfen, die Negativserie der Rheinländer, die seit sechs Spielen gegen Dortmund ohne Sieg sind, zu beenden. Im Frühjahr erlebte Bayer beim BVB eine 0:3-Pleite.

"Wir haben deshalb noch eine Rechnung offen", sagte Nationalstürmer Stefan Kießling und ergänzte: "Vor dieser Kulisse zu spielen, macht immer viel Spaß. Ich hoffe dennoch, dass wir gegen gute Dortmunder, die im Play-off-Spiel der Europa League einen guten Eindruck hinterlassen haben, einen guten Start erwischen."

"Als würde die Bundesliga schon zwei Wochen laufen"

Auf einen guten Start hofft auch BVB-Trainer Jürgen Klopp, dessen Team beim 4:0 gegen die Nobodys von Qarabag Agdam aus Aserbaidschan teilweise stark kombinierte und in dem Japaner Shinji Kagawa seinen herausragenden Akteur hatte. "Ich freue mich auf den Bundesliga-Start und das Duell mit Ballack. In Japan hat man keine Chance gegen einen solchen Weltklassemann zu spielen", sagte der 21-Jährige.

"Leverkusen hat eine großartige Mannschaft und noch einige gute Jungs dazubekommen", sagte Klopp, aber auch der BVB sei im Pokal und in der Europa League gut in die Saison gestartet. Überhaupt habe er das Gefühl angesichts des bereits absolvierten Programms "als würde die Bundesliga schon zwei Wochen laufen".