Die letzte Woche vor dem Pflichtspielauftakt von Werder Bremen im DFB-Pokal beim Oberligisten Eintracht Nordhorn ist angebrochen.

Hinter den "Grün-Weißen" liegen aktuell bereits 33 Tage Vorbereitungszeit. Zuletzt verlor Werder gegen Trabzonspor sein erstes Testspiel nach vorangegangenen acht Siegen.

Heute tritt die Mannschaft von Cheftrainer Thomas Schaaf bei Levski Sofia im Rahmen der DFL-Auslandsinitiative an.

Zahlreiche Länder live dabei

"Wir werden sehen, ob die Akkus nach dem Trabzonspor-Spiel wieder voller geladen sind", sagte Schaaf, "aber ich denke, dass wir uns besser zeigen werden." Und um danach optimal vorbereitet, am kommenden Samstag, 09.08.2008, 15:30 Uhr, die erste Pokal-Hürde Nordhorn zu überspringen. "Wir haben seit dem ersten Training darauf hingearbeitet", unterstreicht Thomas Schaaf.

Dennoch lassen es sich die "Grün-Weißen" nicht nehmen, auch international für den Fußball zu werben. Anpfiff ist um 19 Uhr im Georgi-Asparuchow-Stadion. "Wir wollen mit unserem Auftritt in Sofia mithelfen, die Popularität der Bundesliga in Bulgarien zu stärken", umschreibt Werders Geschäftsführer Klaus Allofs den Kurzbesuch in der bulgarischen Hauptstadt, der auf reges Interesse stößt. Zehn Länder und Provinzen übertragen das Testspiel live.

Harte Nuss für Bremen

So werden neben Deutschland auch Bulgarien, Ungarn, Rumänien, Serbien, Slowenien, Kroatien, Kosovo, Bosnien und Montenegro zugeschaltet sein, wenn Werder in Sofia antritt. Mit Sofia haben die Bremer eine harte Nuss zu knacken. Das Team von Trainer Velislav Vutzov belegte in der abgelaufenen Saison hinter dem Lokalrivalen ZSKA Sofia den 2. Platz in der A-Grupa, Bulgariens höchster Spielklasse.

Zuvor feierten die Blau-Weißen zwei Meisterschaften in Folge, stiegen mit insgesamt zehn Titeln (fünf Meisterschaften, vier Pokalsiege und zwei Mal Gewinner des Supercups) zum erfolgreichsten bulgarischen Club seit der Jahrtausendwende auf. In der Vorrunde Champions League trafen sich beide Clubs vor drei Jahren das letzte Mal - damals in der "Hammer-Gruppe" mit dem FC Barcelona, dem FC Chelsea sowie Werder Bremen.

Für Sofia wird es ernst

Ohne Punktgewinn verabschiedete sich der Hauptstadtclub aus der Königsklasse - die Partien gegen Werder endeten mit 2:0 und 3:0 aus Bremer Sicht. Klare Verhältnisse also könnte man meinen, zumal ein Blick in die Geschichtsbücher diese Vermutung bestätigt: Ein erstes Kräftemessen zwischen Werder und Sofia fand 1993 statt. In der zweiten Runde der Champions League zogen die Bulgaren mit 2:2 und 0:1 bereits den Kürzeren.

Ein Selbstläufer wird das Gastspiel für die Bremer aber gewiss nicht. Allein die stimmungsvolle Kulisse im Georgi-Asparuchow-Stadion dürfte selbst routinierte Profis ins Staunen versetzen, schließlich verfügt Levski als "Verein des Volkes" über die größte Fangemeinde aller bulgarischen Clubs. Die Levskari werden sich schon mal einsingen wollen, denn schon bald wird es für die Bulgaren endgültig ernst.

Am 12. August 2008 startet Sofia in die Champions-League-Qualifikation. Der Gegner heißt dann RSC Anderlecht oder Bate Borisov und ist womöglich nur ein Zwischenschritt auf dem erneuten Weg in die Königsklasse - dort könnte es dann abermals zum Duell mit Werder kommen.