Zusammenfassung

  • Goretzka trifft mit S04 auf den FCB.

  • Der Schalker wechselt im Sommer zu den Bayern.

  • Bei seinem aktuellen Club will er sich in der Rückrunde gebührend verabschieden.

Köln - Wenn der FC Bayern München den FC Schalke 04 am Samstag im Top-Spiel empfängt, werden viele Augenpaare auf einen Akteur gerichtet sein: Leon Goretzka bekommt es im Dienste seiner alten Liebe Schalke mit der neuen Flamme zu tun, im Juli schließt sich der Nationalspieler dem FC Bayern an. Ob ihn das beeinträchtigen könnte? Keinesfalls, der 23-Jährige überzeugt seit der Bekanntgabe des Wechsels durch Leidenschaft für Königsblau.

Drei Wochen ist es jetzt her, dass Goretzka seinen Transfer bekannt gab. "Wir sind selbstverständlich traurig und enttäuscht, dass wir Leon verlieren - menschlich und sportlich. Es steht nicht zur Debatte, dass er für uns ein wichtiger Baustein ist", sagte sein Trainer Domenico Tedesco damals. In der Hinrunde hatte der zentrale Mittelfeldspieler bei den Knappen zu den zentralen Leistungsträgern gehört, vier Tore in den ersten neun Bundesliga-Partien erzielt. Eine wiederkehrende Verletzung sorgte allerdings dafür, dass er seit Ende Oktober in neun Duellen nur zweimal zum Einsatz kam, nur etwa 90 Minuten absolvierte.

Video: Taktiklehren aus dem Hinspiel zwischen S04 und FCB

Als Musterprofi zurück zur Top-Form

Zwei Tage, nachdem Goretzka seinen Wechsel öffentlich machte, stand er wieder auf dem Platz. Das erste Mal seit gut sieben Wochen. Vor dem Anpfiff gegen Hannover musste sich der gebürtige Bochumer einige Pfiffe gefallen lassen, schon während des Spiels aber nahmen sie ab. Weil sein Einsatz immer stimmt. Weil er noch da ist, auf Schalke, im Kopf nicht bei seinem neuen Arbeitgeber.

Die Konsequenz: In allen drei Bundesliga-Partien seit der Verkündung des Abschieds setzte Coach Tedesco auf ihn, zweimal von Beginn an, zuletzt gegen Bremen zur Halbzeit von der Bank. Sein Schützling zahlte das Vertrauen mit Leistung zurück. Seit der Winterpause gewann er 56 Prozent seiner Zweikämpfe, zwei Prozent mehr als zuvor. Auch läuferisch legte Goretzka zu, spulte im Schnitt pro 90 Minuten 12,4 Kilometer ab - vorher waren es 11,9.

"Ich werde mich zerreißen"

Ein Schlüsselduell im Top-Spiel: Leon Goretzka gegen Arturo Vidal © gettyimages

Der Achter, der S04 im Sommer nach fünf Jahren verlässt, möchte sich in Gelsenkirchen mit Anstand verabschieden. Die Fans müssten mit seiner Entscheidung nicht einverstanden sein, nur dabei helfen, dass Schalke seine Ziele dieser Spielzeit erreicht. "Ich will den FC Schalke 04 in die Champions League zurückführen und möchte am 19. Mai in Berlin den DFB-Pokal gewinnen", schrieb Goretzka unmittelbar nach der Transfer-Bekanntgabe bei Facebook. Keine Frage, dass er sich voll reinhängen wird, um seinen Worten Taten folgen zu lassen.