Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge bunte Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++ Die deutsche Nationalmannschaft zog in punkto TV-Quote im Fernduell mit Grand-Prix-Siegerin Lena den Kürzeren: Während im Schnitt 7,21 Millionen Fans die Live-Übertragung der ersten Halbzeit des Länderspiels in Budapest gegen Ungarn (3:0) im ZDF sahen (Marktanteil: 25,5 Prozent, Spielbeginn 20.00 Uhr) und 6,07 (MA:20,9) die zweite Hälfte, verbuchte die Live-Übertragung des Eurovision Song Contest in Oslo ab 21.00 Uhr in der ARD im Schnitt 14,69 Millionen (MA: 49,1). Die folgende Abstimmung der 39 Länder und den Sieg der 19-jährigen Hannoveranerin verfolgten später am Abend 6,63 Millionen (MA: 45,8).

Am Samstag hatte auch RTL starke Konkurrenz durch die deutsche Grand-Prix-Siegerin. 6,71 Millionen Zuschauer sahen im Durchschnitt die Übertragung der WM zwischen WBC-Weltmeister Witali Klitschko und Europameister Albert Sosnowski, was einem Marktanteil von 23,3 Prozent entspricht. Ansonsten lagen die Quoten bei Kämpfen der beiden Klitschkos in Europa immer durchschnittlich zwischen knapp zehn und 13 Millionen Zuschauern. ++++

++++ Bundeskanzlerin Angela Merkel will die deutsche Nationalmannschaft bei ihrem Besuch im Trainingslager in Südtirol auf eine erfolgreiche WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) einschwören. "Ich fahre dorthin, um der Mannschaft und den Trainern Kraft, Glück und Erfolg für die WM zu wünschen", sagte Merkel in einer Videobotschaft. Die Kanzlerin wird am Montagabend im Teamhotel Weinegg in Girlan erwartet.

Die WM werde für die DFB-Auswahl neben dem Fußball auch eine "interessante Erfahrung sein. Ich würde mich freuen, die Nationalmannschaft in einigen Wochen auch im Kanzleramt zu empfangen". Sie werde die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auch auf die besondere Bedeutung hinweisen, "dass die WM erstmals auf dem afrikanischen Kontinent stattfindet. Wir wissen, welche integrierende Kraft der Fußball verbreiten kann. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern vor allem auch für Südafrika".

Südafrika habe zwar nach wie vor viele wirtschaftliche Probleme, "aber das Land hat sich in den letzten 20 Jahren hervorragend entwickelt. Die Fußball-WM wird auf dem Weg Südafrikas eine herausragende Rolle spielen", führte Merkel weiter aus. ++++

++++ Nach Angaben des Fußball-Weltverbandes FIFA sind 97 Prozent der Eintrittskarten für die WM in Südafrika verkauft. Von Freitag bis Samstag seien allein 100.000 Tickets abgesetzt worden.

Am Samstag waren bereits 14 Partien ausverkauft, darunter das Finale am 11. Juli, die Halbfinales sowie die drei Gruppenspiele der Gastgeber inklusives des Eröffnungspiels am 11. Juni im Soccer-City-Stadion von Johannesburg gegen Mexiko. Bei der WM 2006 in Deutschland waren alle 64 Spiele ausverkauft. Aufgrund der hohen Nachfrage waren damals die Ticket-Kontingente zum Teil vielfach überbucht.

In den vergangenen Tagen hat die FIFA die höchste Nachfrage seit beginnt der letzten Ausgabephase am 15. April verzeichnet. "Wir kommen sehr nahe an 97 Prozent durchschnittliche Auslastung heran. Das ist vergleichbar mit den Zahlen der WM in Deutschland 2006", sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke. Er betonte, die FIFA sei sehr zufrieden mit der Resonanz von den Fans für die WM 2010. Insgesamt stehen für die 64 Spiele der ersten WM-Endrunde auf dem Schwarzen Kontinent 2,88 Millionen Eintrittskarten zur Verfügung. ++++

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