Im Mittelpunkt der Leistungstests von Kapitän Marcelo Bordon (l.) und Co. standen Sprintübungen
Im Mittelpunkt der Leistungstests von Kapitän Marcelo Bordon (l.) und Co. standen Sprintübungen
Bundesliga

Leistungstests auf Schalke

Stupides Konditionsbolzen gehört auf Schalke schon lange der Vergangenheit an. Zur besseren Steuerung der Trainingsarbeit im konditionellen Bereich führten Prof. Jürgen Freiwald und sein Team am Freitag (4. Juli.) einen umfangreichen leistungsdiagnostischen Test durch.

Überprüft wurden in erster Linie Schnelligkeit, Kraftwerte sowie die Ausdauer. Dabei war der Test identisch mit dem im Vorjahr. Was laut Prof. Jürgen Freiwald Vorteile mit sich bringt. "Jetzt haben wir Vergleichswerte. Wir können einem Spieler, der schon im letzten Jahr daran teilgenommen hat, genau zeigen, was sich verändert hat. Aber auch die Neuzugänge kann man anhand des Datenmaterials besser einschätzen."

Verschiedene Übungen

Entwickelt hat dieses Überprüfungsverfahren Freiwald sowie sein Team um die Wissenschaftler Dr. Sven Pieper und Diplom-Ingenieur Christian Baumgart von der Forschungsstelle Leistungsdiagnostik und Trainingsberatung der Bergischen Universität Wuppertal.

Im Mittelpunkt des Tages standen Sprints mit und ohne Richtungswechsel ebenso wie Bankdrücken, halbe Kniebeugen, verschiedene Sprünge oder Ausdauertests, z.B. zur Laktatwert-Ermittlung.

Wertvolle Hinweise

"Diese Tests dienen dazu, Fred Rutten wertvolle Hinweise für die Trainingsarbeit in den kommenden Wochen zu geben und konkrete realistische Trainingsziele in der täglichen Arbeit für die Mannschaft als ganzes sowie für die Spieler individuell festlegen zu können", fasst Professor Freiwald die Vorteile der Vorgehensweise zusammen.

Allerdings ist dem Wissenschaftler durchaus bewusst, dass die Leistungsdiagnostik nur die Basis von erfolgreicher Trainingsarbeit ist. "Eine gute Fitness macht noch keinen guten Fußballer aus", betont Freiwald. "Aber ohne Fitness gibt es keinen guten Fußballer."