Emil Forsberg ist einer der wenigen Leipziger, die bereits in der Champions League gespielt haben - © DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA
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Bundesliga

Leipzigs Emil Forsberg: "Genauso stark und konstant auftreten"

Leipzig - Am Mittwoch beginnt für RB Leipzig und Emil Forsberg mit dem Heimspiel gegen Monaco das Abenteuer Champions League. Im Exklusiv-Interview mit bundesliga.de spricht der schwedische Nationalspieler über seine Erwartungen, seine Ziele sowie über die Entwicklung seiner Mannschaft.

bundesliga.de: Herr Forsberg, hätten Sie je für möglich gehalten, dass RB Leipzig bereits nach seiner ersten Bundesliga-Saison Vizemeister wird?

Forsberg: Ursprünglich war es unser Ziel, eine sorgenfreie Saison zu absolvieren. Das ist uns natürlich mehr als gelungen. Von Anfang an konnten wir überzeugen. Wir haben tolle Spiele abgeliefert und für Furore gesorgt. So konnten wir zeigen, dass wir in die Bundesliga gehören. Insgesamt haben wir sau-gut gespielt.

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"Wir sind zusammen fleißig und bescheiden geblieben "

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bundesliga.de: Was ist das Erfolgsgeheimnis von RB Leipzig?

Forsberg: Dass wir die ganze Saison gierig geblieben sind und vor allem ist keiner von uns abgehoben. Wir sind zusammen fleißig und bescheiden geblieben. An die Champions League haben wir nie gedacht, das war auch wichtig um konstant zu bleiben.

bundesliga.de: Als die Champions League im Fernsehen lief, haben Sie mit Ihren Mitspielern darüber geredet?

Forsberg: Wir haben unsere Meinung über verschiedene Spiele gegeben, aber ohne zu betonen, dass wir demnächst dort spielen würden. Aber jetzt reden wir darüber. Für jeden Spieler ist die Champions League ein Traum.

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bundesliga.de: Für Sie wird die Champions League aber nicht ganz neu sein.

Forsberg: Das stimmt. Mit Malmö nahm ich 2014/15 an der Gruppenphase teil, unter anderem gegen Juventus und Atlético Madrid. Das war eine großartige Erfahrung. Wir alle freuen uns bereits darauf, insbesondere auf die Hymne kurz vor dem Anpfiff, bei der man schon Gänsehaut bekommt. Mit dieser Hymne bin ich sogar aufgewachsen. Ich war zehn Jahre alt als ich das allererste Mal diese Hymne gehört hatte. Und wenn man jetzt selber auf dem Platz steht und diese Hymne hört, dann ist das ein Highlight. Wir werden jede Minute genießen.

bundesliga.de: Wie fühlt man sich eigentlich als Vorlagenkönig der Bundesliga?

Forsberg: Ich bin stolz darauf. Ich habe eine starke Saison gespielt. Es gab viele besondere Momente und ich konnte dazu meinen Beitrag leisten. In dieser neuen Saison will ich noch besser werden. Ich kann mich ja noch weiterentwickeln.

"Ein Tor zu machen bereitet ein bisschen mehr Adrenalin als eine Vorlage."

bundesliga.de: Das heißt, mehr Treffer erzielen, oder haben Sie genauso viel Spaß, wenn Ihnen einen Assist gelingt?

Forsberg: Ein Tor zu machen bereitet ein bisschen mehr Adrenalin als eine Vorlage, aber wenn ich zwanzig Tore und zwanzig Vorlagen schaffen sollte, wäre es top (lacht).

"Es wird sicherlich nicht einfach, diese tolle Saison zu bestätigen, aber das Potenzial haben wir"

bundesliga.de: Was für ein Ziel haben Sie sich nun für die neue Spielzeit in der Bundesliga gesetzt?

Forsberg: Es ist uns völlig bewusst, dass auf uns eine schwere Saison wartet, vor allem, weil die Gegner uns komplett anders als in der vergangenen Saison annehmen werden. Wenn wir genauso stark und konstant auftreten wie 2016/2017, dann bin ich sehr zufrieden. Es wird sicherlich nicht einfach, diese tolle Saison zu bestätigen, aber das Potenzial haben wir. Wir wollen uns oben festsetzen und etablieren. Es wird eine reizvolle Aufgabe, auch durch die Dreifach-Belastung, die für uns komplett neu ist und auch die Konkurrenz wird nicht geringer. Ich bin entspannt und guter Dinge, dass wir erneut eine erfolgreiche Saison spielen werden.

bundesliga.de: Hat sich RB auch gut verstärkt?

Forsberg: Absolut. Es war wichtig, dass wir das Gerüst von der vergangenen Saison behalten und dazu noch ein paar neue Spieler verpflichten damit der Kader breiter wird. Bei jeder Aufgabe werden wir eine Lösung parat haben. Darüber habe ich keine Zweifel.

Das Interview führte Alexis Menuge